Pflasterpass® – Gefahren beim Picknick im Freien
Die Sonne scheint und Igelchen und seine Freunde treffen sich zu einem gemeinsamen Picknick auf der großen Wiese. Alle haben etwas Leckeres mitgebracht und freuen sich auf einen schönen Tag im Freien.
Doch beim Essen und Spielen draußen gibt es einige Dinge, auf die Familien achten sollten.
Insekten können von Speisen und Getränken angelockt werden, kleine Kinder können sich an Lebensmitteln verschlucken und an sonnigen Tagen sollte auch der richtige Sonnenschutz nicht fehlen.
Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Picknick entspannt genießen.-
1. Insektenstiche beim Picknick
Wespen können besonders von süßen Speisen und Getränken sowie eiweißreichen Lebensmitteln angelockt werden. Beim Picknick sollten Lebensmittel deshalb möglichst abgedeckt und Getränke verschlossen aufbewahrt werden.
Kommt es zu einem Insektenstich, können Rötung, Schmerzen, Juckreiz und Schwellung auftreten.
Die betroffene Stelle kann vorsichtig gekühlt werden, beispielsweise mit einem kühlen, feuchten Tuch oder einer geeigneten Kühlkompresse.
Besondere Vorsicht ist bei Stichen im Mund- oder Rachenraum geboten.
Durch eine Schwellung können die Atemwege beeinträchtigt werden. Bei einem Stich im Mund- oder Rachenraum sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Bis der Rettungsdienst eintrifft, kann – sofern das Kind wach ist und sicher schlucken kann – vorsichtig von innen gekühlt werden, beispielsweise durch das Lutschen von Eis.
Zusätzlich kann der Hals von außen mit kühlen Tüchern gekühlt werden.
Bei Atemnot oder Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion gilt ebenfalls: sofort 112 wählen.
Was nach einem Stich zu tun ist und auf welche Warnzeichen Eltern achten sollten, erfahrt ihr ausführlich in unserem Beitrag zum Thema:
„Insektenstiche bei Kindern“.
Damit es möglichst gar nicht erst zu einem Stich kommt:
- Speisen und Getränke möglichst abdecken oder verschließen,
- offene Getränkebehälter vor dem Trinken kontrollieren,
- Kinder beim Essen und Trinken im Freien im Blick behalten und
- Essensreste und Abfälle zeitnah wegräumen.
2. Verschlucken von Nahrung
Beim Picknick wird gespielt, gelaufen und nebenbei gegessen. Gerade bei kleinen Kindern kann dadurch die Gefahr steigen, sich an Lebensmitteln zu verschlucken.
Deshalb sollten Kinder beim Essen möglichst ruhig sitzen und ausreichend Zeit zum Kauen und Schlucken haben.
Auch die Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel spielt eine wichtige Rolle:
- Lebensmittel sollten altersgerecht zubereitet und in geeignete Stücke geschnitten werden.
- Runde oder glatte Lebensmittel wie Weintrauben und Cocktailtomaten können für kleine Kinder besonders problematisch sein. Sie sollten entsprechend zerkleinert werden.
- Harte Lebensmittel wie rohe Möhren sollten für kleine Kinder altersgerecht vorbereitet werden.
- Ganze Nüsse können insbesondere für kleine Kinder eine Aspirationsgefahr darstellen und gehören nicht in ihre Hände.
- Kinder sollten beim Essen beaufsichtigt werden und nicht mit Nahrung im Mund herumlaufen oder spielen.
Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass sich ein Kind verschluckt.
Eltern und andere Betreuungspersonen sollten deshalb wissen, wie sie bei einer Verlegung der Atemwege richtig reagieren und wann der Notruf 112 erforderlich ist.
Was zu tun ist, wenn sich ein Kind verschluckt und ein Fremdkörper die Atemwege blockiert, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag:
„Atemnot durch Fremdkörper in der Luftröhre bei Kindern“.
3. Sonnenschutz beim Picknick
Bei einem Picknick verbringen Kinder häufig längere Zeit im Freien. Ein geeigneter Sonnenschutz gehört deshalb genauso zur Vorbereitung wie ausreichend Getränke und ein schattiger Platz.
Besonders Kinderhaut reagiert empfindlich auf UV-Strahlung.
Deshalb sollten verschiedene Schutzmaßnahmen miteinander kombiniert werden:
- Schatten bevorzugen: Für das Picknick möglichst einen schattigen Platz wählen und intensive Mittagssonne meiden.
- Sonnengerechte Kleidung tragen: Leichte, geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung schützen zusätzliche Hautbereiche vor direkter Sonneneinstrahlung.
- Ungeschützte Haut eincremen: Für Kinder ein geeignetes Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und ausreichend auftragen. Nach dem Schwitzen, Baden oder Abtrocknen sollte der Sonnenschutz erneuert werden.
- Babys besonders schützen: Babys sollten möglichst keiner direkten Sonne ausgesetzt werden. Schatten und geeignete Kleidung stehen bei ihnen an erster Stelle.
Kommt es dennoch zu einem Sonnenbrand, können sich Rötung, Schmerzen, Wärmegefühl und bei stärkeren Verbrennungen auch Blasen entwickeln.
Was Eltern tun können, wenn ihr Kind zu viel Sonne abbekommen hat, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag:
„Hilfe, mein Kind hat zu viel Sonne abbekommen“.
Längere direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken kann außerdem zu einem Sonnenstich führen.
Welche Anzeichen darauf hindeuten und was dann zu tun ist, erfahrt ihr in unserem Beitrag:
„Sonnenstich bei Kindern und Erwachsenen“.
Gut vorbereitet lässt sich das Picknick genießen
Ein gemeinsames Picknick soll vor allem eines machen: Spaß. Insekten, Verschlucken oder intensive Sonneneinstrahlung müssen dabei nicht ständig im Mittelpunkt stehen.
Wer einige einfache Vorsichtsmaßnahmen kennt und aufmerksam bleibt, kann viele Risiken reduzieren und im Fall der Fälle schneller und sicherer reagieren.
Genießt die gemeinsame Zeit im Freien, entdeckt die Natur und lasst es euch schmecken – genau wie Igelchen und seine Freunde.
Vielen Dank an unsere Pflasterpass® -Kursleiterin Sonja Michiels für die Erstellung des ursprünglichen Beitrags.
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