Pflasterpass® -Garten kindersicher gestalten Teil 2/2
Im letzten Teil unserer Blog-Beiträge haben wir uns bereits mit den Vorkehrungen für einen kindersicheren Garten beschäftigt.
In Teil 2 machen wir auf zusätzliche Gefahren aufmerksam und geben Anwendungstipss, um das Spielerlebnis der Kleinen, so sicher wie möglich zu gestalten!
Trotz der genannten Gefahren wollen wir euch das Spielen und Spaß haben im Garten keinesfalls nehmen! Das Pflasterpass® -Team möchte nur auf mögliche Gefahren aufmerksam machen, um so die Sicherheit von allen zu Erhöhen!
GARTENZAUN
Kinder sind von Grund auf neugierig und neigen zu aufregenden Abenteuern und Entdeckungsreisen. Irgendwann wird im Garten alles erkundet sein und der Gartenzaun ist nicht das Ende der Welt.
- Eine sichere Umzäunung des Gartens ist wichtig!
- Eine dichtwachsende Hecke, über die man nicht herübersteigen oder durchgehen kann, ist eine mögliche natürliche Barriere
- Bei der Wahl des Zaunes solltet ihr auf Stabgitterzäune oder Bretterzäune zurückgreifen
- Eine Höhe von 1,40m ist empfehlenswert
- Achtet darauf, dass der Zaun keine spitzzulaufenden Enden und Querstreben zum Klettern hat!
- Achtet auf herausstehende Nägel oder eventuelle Kanten, an denen man hängen bleiben könnte!
- Die Lücken zwischen den einzelnen Zaunelementen sollten maximal 10cm groß sein
- So können Kinder nur erschwert Gliedmaßen wie Arme und Beine durch die Lücken strecken
- Oft stecken Kinder ihre Köpfe durch Lücken und bleiben dann stecken – bei maximal 10cm Breite, sollte das nicht möglich sein!
POOL und Teich kindersicher gestalten!
Schon im letzten Teil haben wir auf die Gefahren durch Wasserstellen im Garten aufmerksam gemacht! Doch ein kindersicherer Garten muss nicht zwangsweise auf Wasserstellen verzichten!
- Bei der Planung von Gartenteichen und Wasserstellen solltet ihr auf rutschige und steilabfallende Steine oder Elemente verzichten!
- Ein Teichzaun bietet zusätzliche Sicherheit
- Dichtbewachsende Pflanzenbereiche (Hecken, Buchs- und Rosensträucher) können eine zusätzliche natürliche Barriere darstellen!
- Pools können durch einen Poolalarm zusätzlich abgesichert werden – dieser wird ausgelöst, wenn z.B. Kinder oder Haustiere ins Wasser fallen und so Wellenbewegungen verursachen
- Verschließbare Poolüberdachungen verhindern ein ungewolltes Spielen oder Hineinfallen in die Wasserfläche!
- Sorgt dafür, dass es rundum von Regentonnen, Vogeltränken oder Springbrunnen keine Steighilfen gibt, die das Klettern erleichtern könnten!
GIFTIGE PFLANZEN IM GARTEN VERMEIDEN
Bunte Beeren und farbenfrohe Blüten sehen nicht nur großartig aus, sondern laden regelrecht zum Spielen ein! Doch nicht jede hübsch anzusehende Pflanze ist auch für uns Menschen unbedenklich!
- Achtet unbedingt auf den Pflanzenbestand in eurem Garten und stellt euch dabei die folgenden Fragen:
- Kenne ich alle Pflanzen in meinem Garten überhaupt?
- Welche von diesen Pflanzen könnten giftig sein?
- Kommen die Kinder ungehindert an diese Pflanzen heran, oder hängen ihre Früchte/Blüten vielleicht sogar in den Garten hinein?
- Achtet auf alle Pflanzen die Beeren oder Früchte produzieren!
- Kann man diese unbedenklichen Essen oder sind sie giftig?
- Gibt es einen möglichen Insekten- oder Schädlingsbefall, der eine Gefahr darstellen könnte?
Eine kleine Auflistung von gefährlichen und oft vorkommenden Pflanzen in unseren Gärten:
Eisenhut, Goldregen, Eibe, Seidelbast, Pfaffenhütchen, Schneeball, Maiglöckchen, Tollkirsche
- Verzichtet im Umgang mit kleinen Kindern im Bestfall auf diese Pflanzen!
- Sobald die Kinder das nötige Alter erreicht haben, erklärt ihnen ausreichend die Gefahren der Pflanzen!
- Bindet sie in die Gestaltung und Bepflanzung des Gartens mit ein!
KLETTERBÄUME ABSICHERN
Die Gefahren liegen auf der Hand! Aber Nähe zur Natur und das Erklettern eines Baumes kann ein echtes Abenteuer für Kinder sein, dass man ihnen nicht vorenthalten sollte! Anstatt zu verbieten, empfehlen wir abzusichern!
- Erklären sie ihren Kindern die Gefahren beim Klettern!
- Nicht alle Bäume sind zum Klettern geeignet, das solltet ihr auch euren Kindern vermitteln!
- Legt klare Regeln fest! (Etwa nur auf eine bestimmte Höhe klettern zu dürfen!)
- Prüft die Tragfähigkeit des Baumes und der einzelnen Äste!
- Wie ist die Beschaffenheit des Bodens unter dem Baum?
- Gibt es Steine oder Holzreste am Boden, auf die das Kind fallen könnte?
- Ist der Boden mit Gras oder anderen Pflanzen bewachsen, um einen möglichen Sturz etwas abfangen zu können?
- Beaufsichtigt eure Kinder beim Klettern und Spielen in der Nähe oder auf Bäumen!
FREIFLÄCHEN ZUM SPIELEN
Größere Kinder brauchen auch logischerweise mehr Platz! Damit kleine und große Kinder ungehindert im Garten toben können, sollte dieser ausreichende und große Freiflächen verfügen, die nach Möglichkeit nicht vollgestellt sein sollten!
- Achtet darauf Werkzeuge sofort nach der Benutzung wieder zu verstauen und diese nicht im Garten liegen zu lassen!
- Auch kleine Ansammlungen von technischen Geräten wie Rasenmäher und Laubgebläse gehören ordentlich verstaut! Auch wenn diese am Rand stehen können sie eine mögliche Gefahr zum Hängenbleiben oder Stolpern darstellen
- Vermeidet offenliegende Kabel
- Sind spitze Stöcker oder Steine auf der Rasenfläche zu finden, oder gibt es Stolperfallen?
SANDKASTEN UND ANDERE BUDDELFLÄCHEN
Der Sandkasten wird nicht nur von den Kindern zum Buddeln genutzt, auch ungebetene Besucher freuen sich über diesen Zufluchtsort!
- In Wald und Feldnähe können Kleintiere, aber auch die Nachbarskatze den Buddelkasten als Toilette missbrauchen!
- Prüft regelmäßig ob sich Beute- oder Kotreste im Sand befinden
- Prüft die Qualität des Sandes auf mögliche Verunreinigungen
TERASSEN KINDERGRECHT GESTALTEN
- Bei hochliegenden Terrassenelementen ist es ratsam, diese zum Umzäunen, um Stürzen vorzubeugen
- Bei Treppen sollten die Kanten abgerundet sein
- Für Treppenkanten lassen sich rutschfeste und abgerundete Treppenkanten darüber anbringen
- Diese sorgen für zusätzliche Sicherheit bei der Benutzung der Treppe
- Stürze auf den harten Stein können für Kinder sehr gefährlich sein – statten sie wenn möglich die Spielzonen mit Matten oder anderen weichen Unterlagen aus!
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Die Pflasterpass gGmbH verfügt über ein Netzwerk von mehr 93 Standorten in ganz Deutschland mit mehr als 135 DEKRA-zertifizierten Pflasterpass® -Kursleiter*innen, die schon über 145.000 Kinder im Alter von 4 - 8 Jahren ausgebildet haben. Wenn also ein Standort in der Nähe ist, sind wir in der Lage, in KiTas und Grundschulen diese Pflasterpass® -Präsenzkurse durchzuführen.