Du bist hier: Start » Aktuelles » Pflasterpass® -Fahrradunfälle bei Kindern

Pflasterpass® -Fahrradunfälle bei Kindern

Das Wetter wird immer schöner und da nur Rumsitzen langsam langweilig wird, entschließt sich das Igelchen heute einen Fahrradausflug zu machen. Da es seine Freunde aus dem anderen Ende des Waldes schon lange nichtmehr gesehen hat, macht es sich auf den Weg.
Aber Vorsicht, auch beim Fahrradfahren kann es zu einem Unfall kommen!
Wir haben euch eine Übersicht zusammengestellt, auf was ihr achten solltet, bevor ihr mit den Kindern in die Pedale tretet:

Fahrradausrüstung allgemein

  • Ein Fahrradhelm bei Kindern ist sehr wichtig!
  • Dieser schützt im Falle eines Unfalls vor möglichen (schweren) Kopfverletzungen, da die Wucht beim Aufprall abgemindert wird.
  • Achtung! Beim Spielen auf dem Spielplatz oder im Wald besteht Strangulationsgefahr durch den Helm! Nehmt euren Kindern den Helm bei einer Rast zum Spielen oder Verschnaufen ab!
  • Man sollte immer auf ein fahrsicheres und passendes (für die Größe der Kinder entsprechendes) Fahrrad achten! Ein fehlender Kettenschutz, lockere oder kaputte Einzelteile, oder eine falsche Fahrradgröße können das Kind beim Fahren beeinflussen und Stürze hervorrufen!
  • Die Kleidung der Kinder kann ebenfalls zu einer Gefahr werden.
  • Lockere Kleidung und zu weite Hosen können sich am Lenker oder in der Fahrradkette verfangen – das Fahrrad lässt sich dann nur sehr schwer kontrollieren!
  • Falls ihr vorhabt auf der Straße zu fahren (oder in der Nähe), achtet auf auffallende Kleidung, sodass die Kinder durch Autofahrer gut wahrgenommen werden können!

Stürze und mögliche Verletzungen

  • Bei einem Sturz kann man sich viele Arten von Verletzungen zuziehen.
  • Kopfverletzungen haben dabei das höchste Gefahrenpotential!
  • Oftmals ist neben den äußerlich zu sehenden Wunden auch der innere Bereich des Kopfes betroffen. Nach einem Sturz auf den Kopf unbedingt auf typische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen achten! Generell ist es immer ratsam, nach einer Kopfverletzung einen Arzt aufzusuchen, um mögliche innere Verletzungen ausschließen oder erkennen zu können!
  • Schürfwunden und Platzwunden sind nach einem Sturz so gut wie unvermeidbar.
  • Bei diesen muss die Blutung gestoppt werden, die Wunde gesäubert und ggf. mit einer sauberen Kompresse oder Pflaster abgedeckt werden!
  • Bei Platzwunden wird die Blutung mit Druck gestoppt und muss von einem Arzt geklebt, geklammert oder genäht werden!
  • Stürze auf den Fahrradlenker können gefährlich sein und (stumpfe) Verletzungen im Bauch- und Brustraum verursachen. Diese sind oft nicht sofort erkennbar. Bauchschmerzen und Atembeschwerden sind hierbei die typischen Symptome.

Kinder im Straßenverkehr

  • Kinder können erst ab ca. 10 Jahren komplexe Verkehrssituationen, sowie die Geschwindigkeit von anderen Verkehrsteilnehmern richtig einschätzen.
  • Übt das Überqueren von Straßen gemeinsam und verantwortungsvoll mit euren Kindern!
  • Kinder sollen Spaß am Fahrradfahren haben, sich sicher fühlen und sich bestenfalls zu keiner Zeit einer Gefahr aussetzen!
  • Dazu brauchen sie genug Freiraum, um sich Bewegen zu können!
  • Vermeidet enge oder gefährliche Passagen bei einem Fahrradausflug!

 

 

Vielen Dank an unsere Pflasterpass® -Kursleiterin Sonja Michiels für die Erstellung der Texte!
Homepage: https://www.kleineentdecker-viersen.de
Facebook: Kleine Entdecker Viersen 
Instagram: kleineentdecker_viersen

Diese Seite richtet sich an alle Erziehungsberechtigte (Mutter, Vater, Oma, Opa), die ein Kind im Alter zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr haben. Kontaktieren Sie bitte in akuten Fällen den Notdienst (Telefon 112).Bitte beachten Sie: Kleinkinder und Neugeboren können nicht Ihre Beschwerden äußern. Rufen Sie im Zweifelsfall bitte den Notarzt.

Was kann Husten bei Kindern auslösen?

Es kann mehrere Gründe haben, dass Ihr Kind hustet. Die Hauptgründe lauten:

Allergien

Asthma

Bronchitis

Erkältung und Schnupfen

Grippe

Herzschwäche

Verschlucken

Rauchvergiftung

Tuberkulose

Wie gehe ich mit Husten bei Kindern um?

Bei Atemnot bitte sofort den Notarzt kontaktieren, zum Arzt grundsätzlich auch bei starkem, lang anhaltendem oder anfallsweisem Husten sowie immer mit einem Säugling.

Im ersten Schritt prüfen Sie, was die Ursache für den Hustenreiz sein kann. Prüfen Sie ob das Kind etwas verschluckt hat und bringen Sie ggf. in Erfahrung, ob eventuell eine Allergie oder Vorerkrankung vorliegt.Sorgen Sie im zweiten Schritt für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und rauchen Sie auf keinen Fall in Anwesenheit des Kindes.

Stellen Sie im dritten Schritt Hustensaft, Lutschtabletten und Tee (ggf. mit warmer Milch und Honig) bereit. Bitte nutzen Sie nur pflanzliche Hustenstiller – chemische nur auf Rücksprache mit einem Arzt. Im vierten Schritte verabreichen Sie behutsam und vorsichtig warmen Tee und achten Sie darauf, wie das Kind reagiert. Halten Sie die Füße des Kindes warm. Reicht der Tee nach eigenem Empfinden nicht aus um den Husten zu lindern, beginnen Sie damit den pflanzlichen Hustenstiller zu verabreichen. Halten Sie dabei unbedingt die vorgeschriebenen Einnahme-Dosis ein.

Was tun, wenn das Kind etwas verschluckt hat?

Sollte das Kind etwas verschluckt haben, legen Sie das Kind mit dem Bauch auf den Schoß, sodass der Kopf und die Arme herunterhängen. Schlagen Sie mit der Hand mehrfach zwischen die Schulterblätter, bis der Fremdkörper aus dem Mund fällt. Sollte die erste Maßnahme nicht funktionieren, führen Sie bei Kindern das sogenannte Heimlich-Manöver aus.

● Stehen oder knien Sie hinter Ihrem Kind.

● Beugen Sie Ihr Kind nach vorne (damit der Fremdkörper „frei herausfallen kann“)

● Ballen Sie die Faust und platzieren Sie die Faust zwischen Bauchnabel und Unterrand des Brustbeines.

● Umfassen Sie die Faust mit Ihrer anderen Hand und ziehen Sie kräftig nach innen oben.

● Wiederholen Sie diesen Vorgang 5 Mal.

● Wichtig: Kein Heimlich-Manöver bei Kinder unter einem Jahr!

● Nach der Anwendung des Heimlich-Manövers sollte umgehend eine Untersuchung durch einen Kinderarzt erfolgen.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Allergien)?

-> Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Asthma)?

Sollte Ihr Kind einen Asthma-Hustenanfall erleiden, gehen Sie bitte die folgenden Schritte durch:

1. Unbedingt Ruhe bewahren

2. Fenster aufmachen und lüften

3. Richtige Position (Bild einfügen mit Visualisierung)

4. Atemtechniken

Das Einatmen sollte langsam über die Nase erfolgen, wobei der Mund geschlossen bleibt.Ausgeatmet wird anschließend durch den Mund und zwar so langsam und so lange wie möglich. Atmen Sie dabei „hörbar“ aus auf „sss“, „sch“, „pff“ oder „ch“-Laute. So ist das Atmen besser zu kontrollieren.

5. Medikamente (Inhalationsspray und Kortisontabletten)

6. Ggf. Rettungsdienst

 

Was sind die größten Mythen im Umgang mit Husten?

● Den Husten einfach hinnehmen -> das kann zu einer Infektion führen

● Zu stark Husten -> beschädigt die Bronchien

 

Was sind die besten Hausmittel gegen Kinderhusten?

● Viel trinken – Bestes Hausmittel gegen Reizhusten

● Warme Brustwickel lindern Hustenreiz

● Dampfinhalation mit Kochsalzlösung und Kräutern

● Zwiebelsaft – Natürliches Mittel gegen Reizhusten

● Kräutertees gegen Reizhusten

● Honig – Das natürliche Hausmittel bei Hustenreiz.

 

Wie lang dauert ein gewöhnlicher Kinderhusten?

Morgendlicher Husten passt zu einem Raucherhusten, wiederholtes Husten nachts oder bei körperlicher Anstrengung zu Asthma oder einem Herzproblem. Und: Husten bis zu drei Wochen gilt als akut, bis zu acht Wochen als subakut. Wer sich mehr als acht Wochen mit Husten herumschlägt, hat ein chronisches Gesundheitsproblem.

 

Wann sollte man zum Kinderarzt gehen?

● Bei Husten mit Atemnot
● Bei Husten mit Brustschmerzen
● Wenn zusätzlich hohes Fieber auftritt
● Wenn größere Blutmengen ausgehustet werden
● Wenn der Husten nach einem Auslandsaufenthalt einsetzt und dort Tuberkulose vorkommt
● Bei Husten nach Kontakt zu Tuberkulose-Patienten
● Wenn Betroffene an einer Immunschwäche leiden oder sich in einer immunsuppressiven Therapie (das Immunsystem unterdrückende Behandlung) befinden
● Bei einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte des Patienten
● Bei sehr starken Rauchern

Über die Autorin

Pflasterpass-Expertin-Christiane Puck-Profilbild

Christiane Puck

Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin, und Palliativmedizin, Gründerin des Projekts und des Vereins „Doc Puck zeigt es“ e.V. – Kinder retten Leben.

Mehr zu Christiane Puck

Christiane Puck ist Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin und Palliativmedizin. Nach ihrer Approbation ging sie als Stipendiatin der Fulbright-Stiftung für zwei Jahre nach Boston und machte dort ihren Master of Public Health. Am Universitätsklinikum Bonn absolvierte sie ihre Facharztausbildung zur Anästhesistin. Im Rahmen ihres Berufs ist sie auch als Notärztin tätig.

Während ihres Berufslebens, aber auch bei ihrem privaten Engagement für Kinder („Kids save Lives“, „Lesen verzaubert“) hat Christiane festgestellt, dass Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen angstfrei, furchtlos, mutig und wissbegierig sind. Daher kann man sie auch für das so wichtige Thema der Lebensrettung begeistern. In Deutschland wird Erste-Hilfe für den Führerschein erlernt und dann schnell wieder vergessen. Anders ist es in den skandinavischen Ländern dort ist Erste-Hilfe bereits in der Grundschule ein Schulfach mit dem Erfolg, dass mehr als 70 % der Bevölkerung Erste-Hilfe leisten können. In Deutschland können dies nur 20-30 %.

Mit ihrem Projekt „Doc Puck zeigt es“ will Christiane ein Umdenken in der Gesellschaft erreichen: Erste-Hilfe zu leisten muss in Deutschland „in“ werden. Sie ist davon überzeugt, dass dies nur über die Kinder zu schaffen ist, denn Kinder lernen schon in jungen Jahren Erste-Hilfe wie Fahrradfahren und Schwimmen und vergessen es nie wieder.

Beide Projekte, Pflasterpass-Wissen kann Leben retten® und „Doc Puck zeigt es“ e.V. haben ein gemeinsames Ziel: Erste Hilfe muss Schulfach werden!

Du bist hier: Start » Aktuelles » Pflasterpass® -Fahrradunfälle bei Kindern

Lade dir jetzt die Pflasterpass® App herunter!

Du möchtest Igelchen und die Pflasterpass® -Tipps auch unterwegs dabei haben? Dann lade dir jetzt die Pflasterpass® -App auf dein Smartphone. Du erhältst dadurch:

  • Wissen zum Vermeiden von Unfallsituationen
  • Verhalten in Notsituationen und bei Unfällen
  • Wichtige Hinweise für den Notfall

Scanne einfach den QR-Code ein oder lade die App direkt runter: 

 

Pflasterpass App kostenlos downloaden für iOS und Android

Pflasterpass® Präsenzkurs

 

Die Pflasterpass gGmbH verfügt über ein Netzwerk von über 40 Standorten in ganz Deutschland mit mehr als 50 zertifizierten Pflasterpass® -Kursleiter*innen, die schon über  25.000 Kinder im Alter von 4 - 8 Jahren ausgebildet haben. Wenn also ein Standort in der Nähe ist, sind wir in der Lage, in KiTas und Grundschulen diese Pflasterpass® -Präsenzkurse durchzuführen.