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Pflasterpass® – Die 8 größten Gefahren für Kinder im Haushalt

In den letzten Wochen haben wir uns eingehend mit dem Thema „Kindersicheres Zuhause“ und „Kindersicherer Garten“ beschäftigt.
In dieser Woche wollen wir euch die acht größten Gefahren für Kinder im Allgemeinen aufzeigen.
Am Ende dieser drei Wochenserien solltet ihr also für ziemlich alle Gefahren sensibilisiert sein, die eurem Nachwuchs in Haus und Garten begegnen könnten.

 

Dazu haben wir eine Liste mit den wichtigsten Punkten für euch zusammengetragen:

Wasser
Bereits in unseren Beiträgen über Pools und andere Wasserstellen haben wir auf die erhöhte Ertrinkungsgefahr für kleinere Kinder aufmerksam gemacht.

  • Badewanne, Kinderpool/Pool oder auch der Gartenteich sollten nur mit Aufsicht aufgesucht und genutzt werden
  • Überall dort, wo das Kind in eine Wasserstelle fallen und untergehen kann, besteht eine unbedingte Aufsichtspflicht der Eltern
  • Es reichen oft wenige unachtsame Augenblicke, um aus dem Baden eine Katastrophe werden zu lassen
  • Besprecht unbedingt gemeinsam mit euren Kindern, welche Gefahren von den Wasserstellen ausgehen
  • Versucht gefährliche Stellen abzusichern

 

Verschluckte Teile/Kleinteile im Haushalt
Kinder erforschen die ganze Welt. Und das passiert nicht nur mit den Händen, sondern oft auch mit dem Mund. Überprüft deshalb euren eigenen Haushalt auf Kleinteile, Dekoelemente, leicht brechbare Materialien…
Von diesen kleinen Teilen geht eine besonders hohe Erstickungsgefahr aus!

  • Verzichtet, wenn möglich, auf kleinteilige Dekoration in eurem Zuhause, solange das Kind noch klein ist
  • Beaufsichtigt die Kinder beim Spielen mit Bausteinen, Puzzles und Würfelspielen
  • Lagert kleinteilige Deko oder Spielsachen immer in einer abschließbaren Schublade oder Box

 

Giftige Substanzen
Tabletten sehen in Kinderaugen leider oft aus wie Süßigkeiten und Haushaltsreiniger wie die bunten Saft- oder Colaflaschen, die Mama und Papa auch im Kühlschrank haben. Und schon kommt das Kind in Versuchung einfach mal zu probieren.

  • Medikamente und Putzmittel gehören IMMER weggeschlossen
  • Achtet auch während des Saubermachens darauf, dass Reiniger und andere Chemikalien außer Reichweite der Kinder stehen
  • Räumt Putzmittel sofort nach Benutzung wieder weg
  • Klärt eure Kinder über die Gefahren der Haushaltsreiniger auf
  • Vermittelt ihnen, dass man diese auf keinen Fall probieren sollte, egal wie bunt die Verpackung oder der Inhalt auch ist
  • Auch das Verreiben auf den Händen oder im Gesicht kann fatale Folgen haben

 

Strom als Gefahr für Kinder
Stromschläge bilden sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine schwere Unfallursache. Jede Form von elektrischen Geräten kann deshalb – bei falscher Handhabung – eine Lebensgefahr für das Kind darstellen. Vor allem dann, wenn man nicht selbstständig im Raum anwesend ist.

  • Steckdosen, Kabelanschlüsse, Kabeltrommeln und brüchige Kabel stellen eine erhöhte Gefahr für Stromschläge dar
  • Steckdosen sollten mit Kindersicherungen versehen werden
  • Stromverteiler mit nicht besetzten Slots sollten ebenfalls abgedeckt werden
  • Elektrogeräte an nicht erreichbaren Stellen aufbewahren
  • Vorsicht bei der Benutzung von Elektrogeräten in Verbindung mit Wasser
  • Kabel sollten so im Haushalt verlegt werden, dass Kinder nicht damit spielen können
  • Geräte, die mit Strom betrieben werden, haben nichts in Kinderhänden zu suchen

 

Feuer und Hitze
Egal ob beim Kochen, am Grill, am Boiler, im Keller oder der heimischen Feuerschale – an vielen Stellen im Haushalt entsteht große Hitze.

  • Verbrennungen/Verbrühungen ist die häufigste Verletzungsursache
  • Achtet in der Küche darauf, Herdplatten, Töpfe und Wasserkocher nicht in der Nähe von kleinen Kindern zu benutzen
  • Räumt Gefäße mit heißem Wasser sofort nach der Benutzung weg (z.B. Tee- und Kaffeekannen)
  • Oder lagert diese an nicht erreichbare Stellen für das Kind
  • Heiße Bügeleisen oder Tee- und Kaffeekannen werden gern im Wohnzimmer stehen gelassen – auch diese Dinge sollten unverzüglich weggeräumt oder sicher gelagert werden
  • Vermeidet es heiße Töpfe zum Essen auf den Tisch zu stellen
  • Lagert Feuerzeuge und Streichhölzer unbedingt an nicht erreichbare Stellen für kleinere Kinder

 

Treppen und Erhöhungen
Insofern es eine Treppe in eurem Zuhause gibt, sollte diese sofort abgesichert werden. Vor allem dann, wenn das Kind Zutritt dazu hat.

  • Sichert den Zugang zu dieser Treppe mit einem entsprechenden Gitter, welches für das Kind nicht überwindbar ist
  • Bei rutschigen oder schmalen Treppenstufen sollten diese zusätzlich durch Kantenschoner oder verklebbare Teppichelemente abgesichert werden
  • Klärt eure Kinder über die Gefahren der Treppe auf
    → nicht Rennen bei der Benutzung
    → nicht auf der Treppe spielen
    → keine Gegenstände auf der Treppe liegen lassen

 

 Schubladen und Schranktüren
Jeder von uns kennt es: Man ist unachtsam und schon hat man sich in der Schublade eingeklemmt oder sich an der Schranktür gestoßen. Was für uns Erwachsene jedoch meist nur eine schmerzhafte Erfahrung ist, kann für ein Kind wesentlich gefährlicher sein.

  • Schubladen und Schranktüren (besonders im Kinderzimmer) absichern
  • Das Gleiche gilt für Zimmertüren, die vom Kind eigenständig geöffnet und geschlossen werden können
  • Sichert Schubladen mit speziellen Klemmschutz-Utensilien
  • Montiert einen Türpuffer, der das vollständige Schließen der Tür verhindert (wenn diese beispielsweise durch einen Windzug zugeschlagen wird)

 

Regale als Gefahr für Kinder
Überall in der Wohnung oder dem Haus kommen sie vor: Regale! Denn ohne können die Eltern ihre Sachen nicht sinnvoll einordnen und lagern. Doch in Kinderaugen stellen Regale auch eine großartige Klettermöglichkeit dar, die man doch mal auf seine Stabilität und Kippfähigkeit überprüfen könnte. Deshalb:

  • Verschraubt hohe oder nicht stabil stehende Regale mit der Wand
  • Versichert euch, dass diese nicht kippen können, wenn man an ihnen ruckelt
  • Lagert schwere Dinge wie Vasen, Steinfiguren, Bücher und Dekoelemente an Stellen, an denen sie nicht auf das Kind herabstürzen können

 

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