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Pflasterpass® – Autoreisen mit (Klein) Kindern

Jeder von uns verreist gerne. Sobald der erste Nachwuchs da ist, wird aber vor allem das spontane Reisen etwas eingeschränkt. Doch gemeinsam mit Kindern und Familie die Welt zu entdecken ist nicht nur eine schöne Erfahrung, es macht mit der richtigen Vorbereitung auch sehr viel Spaß! Hier unsere Merkpunkte zu Autoreisen mit (Klein)Kindern!

Sicherheit geht immer vor!

Ihr habt nicht nur die Verantwortung für euch selbst und euren Partner, sondern auch für die Kinder, die ihr sicher im Auto transportieren wollt.
Auch wenn ihr manche Punkte in dieser Auflistung, intuitiv selbst beachten würdet, wollen wir euch trotzdem noch einmal dafür sensibilisieren!
Kleine Fehler können beim Autofahren schwere Konsequenzen haben und das Fahren mit Kindern ist etwas anderes, als wenn man allein im Auto sitzt.

 

Richtet den Blick immer auf die Straße!
Vor allem bei längeren Fahrten lässt man sich schnell ablenken. Versucht euch beim Fahren wirklich nur auf die Straße zu konzentrieren.
Fordern die Kleinen eure ganze Aufmerksamkeit, dann versucht eine kurze Pause einzulegen oder einmal kurz rechts ranzufahren.

  • Hände weg vom Handy während der Fahrt!
    → Beantwortet Nachrichten nur, wenn ihr parkt!
    → Versucht Anrufe über eine Freisprechanlage anzunehmen (so habt ihr die Hände frei und müsst das Handy zum Rangehen nicht erst herauskramen)!
    → Esst in Pausen und nicht während des Fahrens!
    → Benutzt einfach zu öffnende Trinkbehälter, besonders dann, wenn ihr alleine mit dem Kind unterwegs seid!
  • Legt eine Pause ein, wenn das Kind unruhig wird oder ein Problem hat!
    → Vermeidet ständiges „Nach hinten Greifen“ und längere Blicke in den Rückspiegel – die Augen gehören auf die Straße!

 

Verwendet unbedingt einen passenden Kindersitz!
Im Falle eines Unfalls kann der Kindersitz lebensrettend für das Kind sein! Deswegen ist es elementar wichtig, ein passendes Modell für seine Lieblinge auszuwählen!

  • Verwendet einen für die Alters- und Gewichtsklasse entsprechenden Kindersitz!
    → Achtet darauf, dass der Sitz korrekt im Auto befestigt wird!
    → Kann das Kind bequem darin sitzen?
    → Steht der Kindersitz stabil?
  • Schnallt die Kinder selbst an und überprüft, ob sie auch noch während der Fahrt angeschnallt sind und sich nicht alleine abgeschnallt haben!
  • KINDER DÜRFEN ERST AB EINER KÖRPERGRÖSSE VON 1,50 METERN OHNE KINDERSITZ IM AUTO MITFAHREN!

 

Zieht den Kindern vor Fahrtantritt dicke Jacken und Schneeanzüge aus!
Wenn wir Erwachsene aus der klirrenden Kälte in das Auto steigen, lassen wir oft unsere dicke Winterjacke an. Jedenfalls so lange, bis die Standheizung die richtige Temperatur erreicht hat. Der Unterschied zwischen uns und den Kindern ist aber meist, sie können sich nicht allein Ausziehen, wenn ihnen zu warm wird.

  • Bei besonders dicken Jacken und im Winter auch bei Schneeanzügen kann der Gurt nicht eng genug am Körper anliegen und somit nicht richtig funktionieren
  • Zieht Kleinkindern eine dünnere Jacke an oder haltet eine Decke bereit, um das Kind während der Fahrt warm zu halten!
  • Durch die meist glatten Oberflächen mancher Jacken/Schneeanzügen besteht die Gefahr, dass der Gurt verrutschen kann und am Hals drückt oder nicht richtig greifen kann

 

Haltet und positioniert notwendige Dinge für die Fahrt in Griffnähe!
Vermutlich jeder hat selbst schon erlebt, wie durstig oder hungrig man nach mehreren Stunden auf der Autobahn oder Landstraßen werden kann.
Und dann beginnt meistens das Kramen und Umdrehen, auf der Suche nach den gewünschten Lebensmitteln.

  • Versucht notwenige Dinge wie Essen, Trinken und ggf. Ladekabel in Griffnähe vom Fahrer aus zu positionieren
  • Ein Beutel, der stabil hinter dem Beifahrersitz steht, lässt sich einfach vom Fahrer erreichen
    → dieser Platz eignet sich gut, um Lebensmittel oder Trinkbehältnisse zu lagern
  • Bereitet eure Lebensmittel mundgerecht und einfach zu transportieren vor
    → vermeidet die Ablenkung durch Packungen, die erst geöffnet werden müssen
    → bereitet Lebensmittel mundgerecht

 

Packt das Auto nicht zu voll!
Auch wenn viel Gepäck und Dinge für das Kind mit in den Urlaub oder auf den Ausflug genommen werden müssen, solltet ihr das Auto nicht zu voll zu packen!

  • Gepäckstücke, die ungesichert auf  der Kofferraumablage oder der Rückbank liegen, können gefährlich werden!
  • Diese könnten kippen, verrutschen oder auf das Kind fallen!
  • Auch können kleine Gepäckstücke und Taschen zu gefährlichen Geschossen werden, wenn unvermittelt gebremst werden muss!

 

Kontrolliert die Fenster und Türen!

  • Überprüft vor Fahrtantritt, ob die Fenster und Türen geschlossen sind!
  • Verschließt wenn möglich die Fenster und Türen mit Hilfe der Elektronik im Auto!

 

Unfall mit Kind: Was tun?
Menschen machen Fehler und es kann trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen. Egal ob Fremd- oder Eigenverschulden; die Sicherheit eurer Kinder sollte immer an erster Stelle stehen.

  • Bringt das Kind in Sicherheit!
  • Stellt sicher, dass dem Kind nichts passiert ist und beruhigt es!
  • Zieht dem Kind eine Warnweste an! Lasst es aber nie alleine!
  • Erst wenn das Kind in Sicherheit ist und versorgt wurde kümmert ihr euch um die Absicherung der Unfallstelle
  • Personenschäden stehen über Sachschäden!

 

 

 

 

 

 

Diese Seite richtet sich an alle Erziehungsberechtigte (Mutter, Vater, Oma, Opa), die ein Kind im Alter zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr haben. Kontaktieren Sie bitte in akuten Fällen den Notdienst (Telefon 112).Bitte beachten Sie: Kleinkinder und Neugeboren können nicht Ihre Beschwerden äußern. Rufen Sie im Zweifelsfall bitte den Notarzt.

Was kann Husten bei Kindern auslösen?

Es kann mehrere Gründe haben, dass Ihr Kind hustet. Die Hauptgründe lauten:

Allergien

Asthma

Bronchitis

Erkältung und Schnupfen

Grippe

Herzschwäche

Verschlucken

Rauchvergiftung

Tuberkulose

Wie gehe ich mit Husten bei Kindern um?

Bei Atemnot bitte sofort den Notarzt kontaktieren, zum Arzt grundsätzlich auch bei starkem, lang anhaltendem oder anfallsweisem Husten sowie immer mit einem Säugling.

Im ersten Schritt prüfen Sie, was die Ursache für den Hustenreiz sein kann. Prüfen Sie ob das Kind etwas verschluckt hat und bringen Sie ggf. in Erfahrung, ob eventuell eine Allergie oder Vorerkrankung vorliegt.Sorgen Sie im zweiten Schritt für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und rauchen Sie auf keinen Fall in Anwesenheit des Kindes.

Stellen Sie im dritten Schritt Hustensaft, Lutschtabletten und Tee (ggf. mit warmer Milch und Honig) bereit. Bitte nutzen Sie nur pflanzliche Hustenstiller – chemische nur auf Rücksprache mit einem Arzt. Im vierten Schritte verabreichen Sie behutsam und vorsichtig warmen Tee und achten Sie darauf, wie das Kind reagiert. Halten Sie die Füße des Kindes warm. Reicht der Tee nach eigenem Empfinden nicht aus um den Husten zu lindern, beginnen Sie damit den pflanzlichen Hustenstiller zu verabreichen. Halten Sie dabei unbedingt die vorgeschriebenen Einnahme-Dosis ein.

Was tun, wenn das Kind etwas verschluckt hat?

Sollte das Kind etwas verschluckt haben, legen Sie das Kind mit dem Bauch auf den Schoß, sodass der Kopf und die Arme herunterhängen. Schlagen Sie mit der Hand mehrfach zwischen die Schulterblätter, bis der Fremdkörper aus dem Mund fällt. Sollte die erste Maßnahme nicht funktionieren, führen Sie bei Kindern das sogenannte Heimlich-Manöver aus.

● Stehen oder knien Sie hinter Ihrem Kind.

● Beugen Sie Ihr Kind nach vorne (damit der Fremdkörper „frei herausfallen kann“)

● Ballen Sie die Faust und platzieren Sie die Faust zwischen Bauchnabel und Unterrand des Brustbeines.

● Umfassen Sie die Faust mit Ihrer anderen Hand und ziehen Sie kräftig nach innen oben.

● Wiederholen Sie diesen Vorgang 5 Mal.

● Wichtig: Kein Heimlich-Manöver bei Kinder unter einem Jahr!

● Nach der Anwendung des Heimlich-Manövers sollte umgehend eine Untersuchung durch einen Kinderarzt erfolgen.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Allergien)?

-> Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Asthma)?

Sollte Ihr Kind einen Asthma-Hustenanfall erleiden, gehen Sie bitte die folgenden Schritte durch:

1. Unbedingt Ruhe bewahren

2. Fenster aufmachen und lüften

3. Richtige Position (Bild einfügen mit Visualisierung)

4. Atemtechniken

Das Einatmen sollte langsam über die Nase erfolgen, wobei der Mund geschlossen bleibt.Ausgeatmet wird anschließend durch den Mund und zwar so langsam und so lange wie möglich. Atmen Sie dabei „hörbar“ aus auf „sss“, „sch“, „pff“ oder „ch“-Laute. So ist das Atmen besser zu kontrollieren.

5. Medikamente (Inhalationsspray und Kortisontabletten)

6. Ggf. Rettungsdienst

 

Was sind die größten Mythen im Umgang mit Husten?

● Den Husten einfach hinnehmen -> das kann zu einer Infektion führen

● Zu stark Husten -> beschädigt die Bronchien

 

Was sind die besten Hausmittel gegen Kinderhusten?

● Viel trinken – Bestes Hausmittel gegen Reizhusten

● Warme Brustwickel lindern Hustenreiz

● Dampfinhalation mit Kochsalzlösung und Kräutern

● Zwiebelsaft – Natürliches Mittel gegen Reizhusten

● Kräutertees gegen Reizhusten

● Honig – Das natürliche Hausmittel bei Hustenreiz.

 

Wie lang dauert ein gewöhnlicher Kinderhusten?

Morgendlicher Husten passt zu einem Raucherhusten, wiederholtes Husten nachts oder bei körperlicher Anstrengung zu Asthma oder einem Herzproblem. Und: Husten bis zu drei Wochen gilt als akut, bis zu acht Wochen als subakut. Wer sich mehr als acht Wochen mit Husten herumschlägt, hat ein chronisches Gesundheitsproblem.

 

Wann sollte man zum Kinderarzt gehen?

● Bei Husten mit Atemnot
● Bei Husten mit Brustschmerzen
● Wenn zusätzlich hohes Fieber auftritt
● Wenn größere Blutmengen ausgehustet werden
● Wenn der Husten nach einem Auslandsaufenthalt einsetzt und dort Tuberkulose vorkommt
● Bei Husten nach Kontakt zu Tuberkulose-Patienten
● Wenn Betroffene an einer Immunschwäche leiden oder sich in einer immunsuppressiven Therapie (das Immunsystem unterdrückende Behandlung) befinden
● Bei einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte des Patienten
● Bei sehr starken Rauchern

Über die Autorin

Pflasterpass-Expertin-Christiane Puck-Profilbild

Christiane Puck

Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin, und Palliativmedizin, Gründerin des Projekts und des Vereins „Doc Puck zeigt es“ e.V. – Kinder retten Leben.

Mehr zu Christiane Puck

Christiane Puck ist Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin und Palliativmedizin. Nach ihrer Approbation ging sie als Stipendiatin der Fulbright-Stiftung für zwei Jahre nach Boston und machte dort ihren Master of Public Health. Am Universitätsklinikum Bonn absolvierte sie ihre Facharztausbildung zur Anästhesistin. Im Rahmen ihres Berufs ist sie auch als Notärztin tätig.

Während ihres Berufslebens, aber auch bei ihrem privaten Engagement für Kinder („Kids save Lives“, „Lesen verzaubert“) hat Christiane festgestellt, dass Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen angstfrei, furchtlos, mutig und wissbegierig sind. Daher kann man sie auch für das so wichtige Thema der Lebensrettung begeistern. In Deutschland wird Erste-Hilfe für den Führerschein erlernt und dann schnell wieder vergessen. Anders ist es in den skandinavischen Ländern dort ist Erste-Hilfe bereits in der Grundschule ein Schulfach mit dem Erfolg, dass mehr als 70 % der Bevölkerung Erste-Hilfe leisten können. In Deutschland können dies nur 20-30 %.

Mit ihrem Projekt „Doc Puck zeigt es“ will Christiane ein Umdenken in der Gesellschaft erreichen: Erste-Hilfe zu leisten muss in Deutschland „in“ werden. Sie ist davon überzeugt, dass dies nur über die Kinder zu schaffen ist, denn Kinder lernen schon in jungen Jahren Erste-Hilfe wie Fahrradfahren und Schwimmen und vergessen es nie wieder.

Beide Projekte, Pflasterpass-Wissen kann Leben retten® und „Doc Puck zeigt es“ e.V. haben ein gemeinsames Ziel: Erste Hilfe muss Schulfach werden!

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Die Pflasterpass gGmbH verfügt über ein Netzwerk von über 40 Standorten in ganz Deutschland mit mehr als 50 zertifizierten Pflasterpass® -Kursleiter*innen, die schon über  25.000 Kinder im Alter von 4 - 8 Jahren ausgebildet haben. Wenn also ein Standort in der Nähe ist, sind wir in der Lage, in KiTas und Grundschulen diese Pflasterpass® -Präsenzkurse durchzuführen.