Du bist hier: Start » Aktuelles » Pflasterpass® -Notfalltasche für Ausflüge

Igelchen und seine Freunde möchten am Wochenende wieder einen kleinen Ausflug machen.
Neben einem leckeren Picknick, darf natürlich auch die Erste-Hilfe-Tasche von Eva, dem Luchsmädchen, nicht fehlen.
Denn auf einen Unfall oder Notfall vorbereitet zu sein, ist sehr wichtig!

Und da passiert es auch schon … das Igelchen knickt um. Ohh das sieht gar nicht gut aus und der Fuß wird auch auf einmal so dick….

Aber was ist wirklich wichtig und sollte auf keinem Ausflug fehlen? Wir haben euch eine kleine Liste mit Dingen zusammengestellt, auf die ihr AUF KEINEN FALL bei einem Ausflug verzichten solltet!

  • Pflaster- und Verbandsmaterial für kleine und größere Wunden
    Damit die Wunde direkt abgedeckt werden kann und nicht weiter aufreißt oder unnötig verschmutzt wird. Im Falle von Brüchen kann das entsprechende Körperteil stabilisiert werden, sodass man den Betroffenen gefahrenfrei ins Krankenhaus transportieren kann.
  • Einmalhandschuhe
    Um im Fall der Behandlung einer Wunde, die betroffene Stelle nicht mit Bakterien oder Verschmutzungen an der Hand zu verunreinigen.
    Auch die Gefahr von möglichen Schnittwunden bei scharfen Gegenständen, wird minimiert.
  • Nacl-Kochsalzlösung (zum Spülen von Wunden, zum Spülen des Auges)
    Falls eine große Wunde durch den Unfall hervorgerufen wird, kann man diese so als Ersthelfer reinigen.
  • Splitter-/Zeckenzange
    Beim Spielen auf Wiesen oder in Wäldern fängt man sich schnell einen lästigen Besucher oder einen Splitter ein. Um diese vernünftig und vor allem gefahrenfrei zu entfernen, ist es ratsam immer eine dieser Zangen mit sich zu führen!
  • Hautdesinfektionsmittel (z.B. Octenisept Spray)
  • Sofort-Kältekompresse (zum Eindrücken für unterwegs)
    Um die Kälte dann abzurufen, wenn sie benötigt wird. So können Prellungen und Verstauchungen schon einmal behandelt werden und das Anschwellen verhindert werden.
  • Sonnencreme
    Ob Erwachsener oder Kind, ein Sonnenbrand ist sehr unangenehm und kann schnell den schönen Tag vermiesen. Deswegen packt euch immer den richtigen Sonnenschutz für die Temperaturen und euren Hauttyp ein!
  • Zettel oder Karte mit wichtigen Nummern und Blutgruppen
    Im Falle eines Falles ist man lieber gut vorbereitet. Notruf, Giftnotruf und die Nummer des behandelnden Kinderarztes sind sehr wichtig!
  • ausreichend Proviant und Wasser 
    Abenteuer machen hungrig und längere Strecken ziemlich durstig. Denkt daran handgerechte Lebensmittel in geschlossen Behältnissen zu transportieren. Und immer genügend Wasser einzustecken!

Mit einer solchen kleinen Notfalltasche ist man für viele kleine und größere Unfälle gut ausgestattet. Ein kleiner Rucksack, oder eine Box mit den aufgeführten Materialien reicht dabei schon völlig aus!
Wir wünschen euch viel Spaß bei euren Abenteuern und Entdeckungen!

Vielen Dank an unsere Pflasterpass® -Kursleiterin Sonja Michiels für die Erstellung der Texte!
Homepage: https://www.kleineentdecker-viersen.de
Facebook: Kleine Entdecker Viersen 
Instagram: kleineentdecker_viersen

Diese Seite richtet sich an alle Erziehungsberechtigte (Mutter, Vater, Oma, Opa), die ein Kind im Alter zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr haben. Kontaktieren Sie bitte in akuten Fällen den Notdienst (Telefon 112).Bitte beachten Sie: Kleinkinder und Neugeboren können nicht Ihre Beschwerden äußern. Rufen Sie im Zweifelsfall bitte den Notarzt.

Was kann Husten bei Kindern auslösen?

Es kann mehrere Gründe haben, dass Ihr Kind hustet. Die Hauptgründe lauten:

Allergien

Asthma

Bronchitis

Erkältung und Schnupfen

Grippe

Herzschwäche

Verschlucken

Rauchvergiftung

Tuberkulose

Wie gehe ich mit Husten bei Kindern um?

Bei Atemnot bitte sofort den Notarzt kontaktieren, zum Arzt grundsätzlich auch bei starkem, lang anhaltendem oder anfallsweisem Husten sowie immer mit einem Säugling.

Im ersten Schritt prüfen Sie, was die Ursache für den Hustenreiz sein kann. Prüfen Sie ob das Kind etwas verschluckt hat und bringen Sie ggf. in Erfahrung, ob eventuell eine Allergie oder Vorerkrankung vorliegt.Sorgen Sie im zweiten Schritt für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und rauchen Sie auf keinen Fall in Anwesenheit des Kindes.

Stellen Sie im dritten Schritt Hustensaft, Lutschtabletten und Tee (ggf. mit warmer Milch und Honig) bereit. Bitte nutzen Sie nur pflanzliche Hustenstiller – chemische nur auf Rücksprache mit einem Arzt. Im vierten Schritte verabreichen Sie behutsam und vorsichtig warmen Tee und achten Sie darauf, wie das Kind reagiert. Halten Sie die Füße des Kindes warm. Reicht der Tee nach eigenem Empfinden nicht aus um den Husten zu lindern, beginnen Sie damit den pflanzlichen Hustenstiller zu verabreichen. Halten Sie dabei unbedingt die vorgeschriebenen Einnahme-Dosis ein.

Was tun, wenn das Kind etwas verschluckt hat?

Sollte das Kind etwas verschluckt haben, legen Sie das Kind mit dem Bauch auf den Schoß, sodass der Kopf und die Arme herunterhängen. Schlagen Sie mit der Hand mehrfach zwischen die Schulterblätter, bis der Fremdkörper aus dem Mund fällt. Sollte die erste Maßnahme nicht funktionieren, führen Sie bei Kindern das sogenannte Heimlich-Manöver aus.

● Stehen oder knien Sie hinter Ihrem Kind.

● Beugen Sie Ihr Kind nach vorne (damit der Fremdkörper „frei herausfallen kann“)

● Ballen Sie die Faust und platzieren Sie die Faust zwischen Bauchnabel und Unterrand des Brustbeines.

● Umfassen Sie die Faust mit Ihrer anderen Hand und ziehen Sie kräftig nach innen oben.

● Wiederholen Sie diesen Vorgang 5 Mal.

● Wichtig: Kein Heimlich-Manöver bei Kinder unter einem Jahr!

● Nach der Anwendung des Heimlich-Manövers sollte umgehend eine Untersuchung durch einen Kinderarzt erfolgen.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Allergien)?

-> Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.

 

Was tun bei Husten (Ursache: Asthma)?

Sollte Ihr Kind einen Asthma-Hustenanfall erleiden, gehen Sie bitte die folgenden Schritte durch:

1. Unbedingt Ruhe bewahren

2. Fenster aufmachen und lüften

3. Richtige Position (Bild einfügen mit Visualisierung)

4. Atemtechniken

Das Einatmen sollte langsam über die Nase erfolgen, wobei der Mund geschlossen bleibt.Ausgeatmet wird anschließend durch den Mund und zwar so langsam und so lange wie möglich. Atmen Sie dabei „hörbar“ aus auf „sss“, „sch“, „pff“ oder „ch“-Laute. So ist das Atmen besser zu kontrollieren.

5. Medikamente (Inhalationsspray und Kortisontabletten)

6. Ggf. Rettungsdienst

 

Was sind die größten Mythen im Umgang mit Husten?

● Den Husten einfach hinnehmen -> das kann zu einer Infektion führen

● Zu stark Husten -> beschädigt die Bronchien

 

Was sind die besten Hausmittel gegen Kinderhusten?

● Viel trinken – Bestes Hausmittel gegen Reizhusten

● Warme Brustwickel lindern Hustenreiz

● Dampfinhalation mit Kochsalzlösung und Kräutern

● Zwiebelsaft – Natürliches Mittel gegen Reizhusten

● Kräutertees gegen Reizhusten

● Honig – Das natürliche Hausmittel bei Hustenreiz.

 

Wie lang dauert ein gewöhnlicher Kinderhusten?

Morgendlicher Husten passt zu einem Raucherhusten, wiederholtes Husten nachts oder bei körperlicher Anstrengung zu Asthma oder einem Herzproblem. Und: Husten bis zu drei Wochen gilt als akut, bis zu acht Wochen als subakut. Wer sich mehr als acht Wochen mit Husten herumschlägt, hat ein chronisches Gesundheitsproblem.

 

Wann sollte man zum Kinderarzt gehen?

● Bei Husten mit Atemnot
● Bei Husten mit Brustschmerzen
● Wenn zusätzlich hohes Fieber auftritt
● Wenn größere Blutmengen ausgehustet werden
● Wenn der Husten nach einem Auslandsaufenthalt einsetzt und dort Tuberkulose vorkommt
● Bei Husten nach Kontakt zu Tuberkulose-Patienten
● Wenn Betroffene an einer Immunschwäche leiden oder sich in einer immunsuppressiven Therapie (das Immunsystem unterdrückende Behandlung) befinden
● Bei einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte des Patienten
● Bei sehr starken Rauchern

Über die Autorin

Pflasterpass-Expertin-Christiane Puck-Profilbild

Christiane Puck

Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin, und Palliativmedizin, Gründerin des Projekts und des Vereins „Doc Puck zeigt es“ e.V. – Kinder retten Leben.

Mehr zu Christiane Puck

Christiane Puck ist Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin und Palliativmedizin. Nach ihrer Approbation ging sie als Stipendiatin der Fulbright-Stiftung für zwei Jahre nach Boston und machte dort ihren Master of Public Health. Am Universitätsklinikum Bonn absolvierte sie ihre Facharztausbildung zur Anästhesistin. Im Rahmen ihres Berufs ist sie auch als Notärztin tätig.

Während ihres Berufslebens, aber auch bei ihrem privaten Engagement für Kinder („Kids save Lives“, „Lesen verzaubert“) hat Christiane festgestellt, dass Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen angstfrei, furchtlos, mutig und wissbegierig sind. Daher kann man sie auch für das so wichtige Thema der Lebensrettung begeistern. In Deutschland wird Erste-Hilfe für den Führerschein erlernt und dann schnell wieder vergessen. Anders ist es in den skandinavischen Ländern dort ist Erste-Hilfe bereits in der Grundschule ein Schulfach mit dem Erfolg, dass mehr als 70 % der Bevölkerung Erste-Hilfe leisten können. In Deutschland können dies nur 20-30 %.

Mit ihrem Projekt „Doc Puck zeigt es“ will Christiane ein Umdenken in der Gesellschaft erreichen: Erste-Hilfe zu leisten muss in Deutschland „in“ werden. Sie ist davon überzeugt, dass dies nur über die Kinder zu schaffen ist, denn Kinder lernen schon in jungen Jahren Erste-Hilfe wie Fahrradfahren und Schwimmen und vergessen es nie wieder.

Beide Projekte, Pflasterpass-Wissen kann Leben retten® und „Doc Puck zeigt es“ e.V. haben ein gemeinsames Ziel: Erste Hilfe muss Schulfach werden!

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Die Pflasterpass gGmbH verfügt über ein Netzwerk von über 40 Standorten in ganz Deutschland mit mehr als 50 zertifizierten Pflasterpass® -Kursleiter*innen, die schon über  25.000 Kinder im Alter von 4 - 8 Jahren ausgebildet haben. Wenn also ein Standort in der Nähe ist, sind wir in der Lage, in KiTas und Grundschulen diese Pflasterpass® -Präsenzkurse durchzuführen.