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Gefahren in der Herbstzeit

Herbstzeit ist Entdeckerzeit

Bunte Blätter, Kastanien sammeln, Drachen steigen lassen oder gemeinsam durch den Wald spazieren – der Herbst bietet Kindern viele Möglichkeiten, draußen zu spielen, sich zu bewegen und die Natur zu entdecken.

Mit den kürzer werdenden Tagen verändern sich jedoch auch die Bedingungen draußen. Dunkelheit, Dämmerung, Nebel, Regen und nasse Straßen können insbesondere im Straßenverkehr dazu führen, dass Kinder schlechter gesehen werden und Verkehrssituationen schwieriger einzuschätzen sind.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Eltern dazu beitragen, dass ihre Kinder auch in der dunkleren Jahreszeit gut sichtbar und möglichst sicher unterwegs sind.

Kinder im Straßenverkehr – im Herbst besonders aufmerksam

Kinder gehören im Straßenverkehr zu den besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmenden. Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße können sie beispielsweise zwischen parkenden Fahrzeugen leichter übersehen werden.
Gleichzeitig fällt es Kindern je nach Alter und Entwicklungsstand noch schwerer, komplexe Verkehrssituationen, Entfernungen oder Geschwindigkeiten sicher einzuschätzen.

Im Herbst kommen weitere Faktoren hinzu: Dämmerung, Dunkelheit, Nebel und Regen verschlechtern die Sicht, während nasses Laub und feuchte oder glatte Fahrbahnen den Straßenverkehr zusätzlich beeinflussen können.Umso wichtiger ist es, Kindern ausreichend Zeit zu geben und mit ihnen immer wieder zu besprechen und zu üben, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen.

Schul- und Alltagswege gemeinsam üben

Gerade zu Beginn der dunkleren Jahreszeit lohnt es sich, regelmäßig genutzte Wege gemeinsam mit den Kindern abzugehen – zum Beispiel den Schulweg, den Weg zur Kita, zu Freunden oder zum Sport.
Dabei können Eltern auf Stellen aufmerksam machen, an denen besondere Vorsicht erforderlich ist:

  • Straßen möglichst an übersichtlichen und sicheren Stellen überqueren.
  • Ampeln und vorhandene Fußgängerüberwege nutzen.
  • Nicht unvermittelt zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Straße treten.
  • Vor dem Überqueren ausreichend Zeit nehmen und den Verkehr aufmerksam beobachten.
  • Auch bekannte Wege immer wieder gemeinsam besprechen, wenn sich Verkehrsführung, Baustellen oder andere Bedingungen verändert haben.

Kinder lernen Verkehrsregeln nicht allein dadurch, dass Erwachsene sie erklären. Gemeinsames Üben und ein gutes Vorbild im Alltag helfen ihnen dabei, sichere Verhaltensweisen Schritt für Schritt zu entwickeln.

Sichtbarkeit schafft Sicherheit

Besonders in der Dämmerung, bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter ist es wichtig, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmenden möglichst früh wahrgenommen werden können.Helle oder auffällige Kleidung sowie reflektierende Elemente an Jacken, Schuhen, Rucksäcken oder Schultaschen können die Sichtbarkeit verbessern. Viele Kinderjacken und Schultaschen verfügen bereits über Reflektoren; zusätzliche reflektierende Elemente können insbesondere in der dunklen Jahreszeit sinnvoll sein.

Auch bei Fahrrädern und Rollern sollte darauf geachtet werden, dass die vorgeschriebene beziehungsweise vorhandene Beleuchtung und reflektierende Ausstattung funktionsfähig ist.
Dabei gilt: Gute Sichtbarkeit ersetzt keine Verkehrsregeln und keine aufmerksame Begleitung – sie ist eine zusätzliche Schutzmaßnahme.

Weitere Hinweise zur Fahrradausrüstung findet ihr in unserem Beitrag:
„Pflasterpass® – Fahrrad-Sommer – Sichtbar, sicher & selbstständig unterwegs“

und zu möglichen Verletzungen nach einem Sturz und zur Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr findet ihr in unserem Beitrag:
„Fahrradunfälle bei Kindern“.

Ohne Hektik unterwegs

Zeitdruck ist im Straßenverkehr kein guter Begleiter. Wer morgens einige Minuten früher startet, kann vermeiden, dass Kinder aus Eile noch schnell eine Straße überqueren oder unaufmerksam werden.
Gerade für Kinder ist es wichtig zu erleben, dass Sicherheit vor Schnelligkeit geht. Eine verpasste Grünphase an der Ampel oder ein kurzer Umweg zu einer sicheren Querungsstelle sind kein Problem.

Erwachsene haben dabei eine wichtige Vorbildfunktion: Kinder beobachten sehr genau, wie wir selbst Straßen überqueren, Ampeln beachten und uns gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden verhalten.

Gemeinsam sicher durch die dunklere Jahreszeit

Kinder lernen Sicherheit im Straßenverkehr vor allem durch Übung, Wiederholung und gute Vorbilder.
Gerade im Herbst können Eltern mit einfachen Dingen viel bewirken: bekannte Wege gemeinsam gehen, auf gute Sichtbarkeit achten und selbst zeigen, dass Verkehrsregeln auch dann gelten, wenn es einmal schnell gehen muss.

Mit zunehmender Erfahrung lernen Kinder, Situationen besser einzuschätzen und Schritt für Schritt selbstständiger unterwegs zu sein.
Sicherheit entsteht dabei nicht durch Angst vor Gefahren, sondern durch Wissen, Aufmerksamkeit und gemeinsames Üben.

Kommt gut und sicher durch den Herbst!

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