Pflasterpass® – Sonnenstich bei Kindern und Erwachsenen
Die Temperaturen steigen und auch das Wasser lädt wieder zum Baden ein. Igelchen und seine Freunde planen deshalb einen Ausflug an den See.
Alle haben an den Sonnenschutz gedacht und suchen sich zwischendurch einen schattigen Platz. Nur Igelchen nimmt es heute mit dem Schutz vor der Sonne nicht ganz so genau. Nach einiger Zeit wird sein Kopf auffällig rot und heiß und Igelchen wirkt plötzlich erschöpft und etwas verwirrt.
Was ist passiert?
Nach längerer Zeit in der Sonne können sich Kinder müde und erschöpft fühlen. Neben einem Sonnenbrand können zu viel Sonne und Hitze jedoch auch zu Hitzeerschöpfung, Sonnenstich oder Hitzschlag führen.
Ein Sonnenstich entsteht insbesondere durch längere direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken. Kinder und besonders Kleinkinder reagieren empfindlicher auf Sonne und Hitze und benötigen deshalb besonderen Schutz.
Sonnenstich bei Kindern vorbeugen
Kopf und Nacken schützen
Eine geeignete Kopfbedeckung schützt Kopf, Gesicht, Ohren und möglichst auch den Nacken vor direkter Sonneneinstrahlung.
Schatten suchen und Mittagssonne meiden
Kinder sollten insbesondere während der intensiven Mittagssonne nicht längere Zeit in der prallen Sonne spielen.
Schattenplätze und regelmäßige Pausen gehören an heißen Tagen selbstverständlich dazu.
Eine gute Orientierung für den notwendigen Sonnenschutz bietet auch der aktuelle UV-Index.
Weitere Informationen zum Sonnen- und Hitzeschutz bei Kindern findet ihr beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf kindergesundheit-info.de.
Auf ausreichenden Sonnenschutz achten
Ungeschützte Haut sollte mit einem für Kinder geeigneten Sonnenschutzmittel geschützt werden. Eincremen ersetzt jedoch weder schützende Kleidung noch Schatten.
Ausreichend trinken und Belastung reduzieren
Bei Hitze brauchen Kinder ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Ruhepausen. Anstrengende Aktivitäten sollten bei großer Hitze reduziert werden.
Woran erkennt ihr einen möglichen Sonnenstich?
Typische Anzeichen können sein:
- Kopfschmerzen
- Schwindel oder Ohrensausen
- Übelkeit und Erbrechen
- ein auffällig heißer und geröteter Kopf
- Nackenbeschwerden oder Nackensteifigkeit
- Unruhe oder Verwirrtheit
- Kreislaufbeschwerden
Bei schweren Verläufen können Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit auftreten.
Was tun bei einem Sonnenstich?
- Das Kind sofort aus der Sonne an einen kühlen und schattigen Ort bringen.
- Das Kind ruhig lagern und den Kopf leicht erhöht positionieren.
- Kopf und Nacken vorsichtig mit feuchten, nicht zu kalten Tüchern kühlen.
- Beengende oder überflüssige Kleidung lockern bzw. entfernen.
- Ist das Kind wach und kann sicher schlucken, Flüssigkeit anbieten.
- Das Kind nicht allein lassen und seinen Zustand beobachten.
Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, deutlichen Bewusstseinsstörungen oder einer starken Verschlechterung des Zustands ist sofort der Rettungsdienst unter 112 zu verständigen.
Sonnenschutz und Wassersicherheit gehören zusammen
Gerade an Badeseen, im Freibad oder im Urlaub treffen Sonne, Hitze und Wasser unmittelbar aufeinander. Deshalb gehören Sonnenschutz, ausreichendes Trinken, regelmäßige Schattenpausen und ein aufmerksamer Umgang mit Gefahren am und im Wasser zusammen.
Das Thema Sonnenschutz ist deshalb auch Bestandteil unseres Wasserpass® -Kurses, in dem Kinder spielerisch lernen, Gefahren rund um Wasser zu erkennen und sich sicherheitsbewusst zu verhalten.
Mehr zum Thema: Was Eltern tun können, wenn ihr Kind bereits zu viel Sonne abbekommen hat, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag:
„Hilfe, mein Kind hat zu viel Sonne abbekommen“.
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