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Pflasterpass® – Notfalltasche für Ausflüge

Igelchen und seine Freunde möchten am Wochenende einen kleinen Ausflug machen. Neben einem leckeren Picknick darf natürlich auch die Erste-Hilfe-Tasche von Eva, dem Luchsmädchen, nicht fehlen.Denn beim Spielen, Wandern und Entdecken kann schnell einmal etwas passieren. Und tatsächlich: Igelchen knickt um. Sein Fuß tut weh und beginnt anzuschwellen.
Gut, wenn jetzt die wichtigsten Dinge für die Erste Hilfe griffbereit sind.
Ob Familienausflug, Wanderung, Fahrradtour oder ein Tag am See: Eine gut zusammengestellte Notfall- und Erste-Hilfe-Tasche gehört für uns zur Vorbereitung dazu.

1. Pflaster- und Verbandsmaterial

Kleine Schürf- oder Schnittwunden gehören zu den häufigsten Verletzungen bei Ausflügen. Deshalb sollten Pflaster in verschiedenen Größen, sterile Wundauflagen, Kompressen und Verbandmaterial in einer Notfalltasche nicht fehlen. Damit lassen sich kleinere Wunden versorgen und größere Verletzungen bis zur weiteren medizinischen Behandlung abdecken. Bei stärkeren Blutungen kann geeignetes Verbandmaterial außerdem zur Blutstillung eingesetzt werden.

Bei Verdacht auf einen Knochenbruch sollte die verletzte Körperstelle möglichst ruhig gehalten und nicht unnötig bewegt werden.
Bei schweren Verletzungen oder wenn ein sicherer Transport nicht möglich ist, sollte professionelle medizinische Hilfe gerufen werden.

2. Einmalhandschuhe

Medizinische Einmalhandschuhe gehören in jede Erste-Hilfe-Ausstattung. Sie schützen Ersthelfende insbesondere vor direktem Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten und tragen gleichzeitig dazu bei, eine Wunde möglichst hygienisch zu versorgen.
Vor der Versorgung einer blutenden Wunde sollten die Handschuhe deshalb nach Möglichkeit angezogen werden. Nach Gebrauch werden sie entsorgt und die Hände anschließend gründlich gereinigt.

3. Sterile Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %)

Eine sterile Kochsalzlösung kann unterwegs hilfreich sein, um oberflächliche Wunden vorsichtig von Schmutz und kleinen Fremdkörpern zu befreien.
Praktisch für die Notfalltasche sind kleine, einzeln verpackte Ampullen, die bei Bedarf frisch geöffnet werden können. Auch zum vorsichtigen Spülen des Auges kann sterile Kochsalzlösung verwendet werden, beispielsweise wenn Staub oder kleine Fremdkörper hineingeraten sind.
Steckt ein Fremdkörper im Auge fest oder bestehen Schmerzen, Sehstörungen oder anhaltende Beschwerden, sollte das Auge nicht weiter selbst behandelt, sondern ärztlich untersucht werden.

4. Splitterpinzette und Zeckenentferner

Beim Spielen und Entdecken in der Natur kann schnell einmal ein Splitter in der Haut stecken oder eine Zecke entdeckt werden. Deshalb sind eine geeignete Pinzette sowie ein Hilfsmittel zur Zeckenentfernung praktische Bestandteile der Notfalltasche.
Eine Zecke sollte möglichst frühzeitig entfernt werden. Dabei wird sie mit einer geeigneten Pinzette oder einem Zeckenentferner hautnah gefasst und langsam und kontrolliert herausgezogen.
Anschließend sollte die Einstichstelle beobachtet werden.
Bleiben Teile der Zecke zurück, entzündet sich die Stelle oder treten später auffällige Hautveränderungen oder Beschwerden auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Mehr zum richtigen Verhalten nach einem Zeckenstich und dazu, worauf Eltern bei Kindern achten sollten, erfahrt ihr in unserem Beitrag:
„Hilfe, mein Kind wurde von einer Zecke gestochen! Wie gefährlich ist ein Zeckenstich für Kinder?“

5. Wunddesinfektionsmittel

Ein für die Wunddesinfektion geeignetes antiseptisches Mittel kann die Notfalltasche sinnvoll ergänzen, beispielsweise zur Versorgung kleiner oberflächlicher Verletzungen. Dabei sollte ausschließlich ein Produkt verwendet werden, das ausdrücklich für die Anwendung auf Wunden geeignet ist. Beachten Sie die Anwendungshinweise und mögliche Altersbeschränkungen des jeweiligen Präparats.

Wichtig: Bei größeren, tiefen, stark verschmutzten oder stark blutenden Wunden steht nicht die Desinfektion im Vordergrund. Die Verletzung sollte fachgerecht erstversorgt und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.

6. Sofort-Kältekompresse

Eine Sofort-Kältekompresse ist besonders praktisch für unterwegs, da sie ohne vorherige Kühlung aktiviert werden kann. Sie kann beispielsweise bei Prellungen, Verstauchungen oder Schwellungen zur vorsichtigen Kühlung eingesetzt werden.
Die Kälte kann Schmerzen lindern und dazu beitragen, eine Schwellung zu begrenzen. Die Kompresse sollte dabei nicht direkt auf die Haut gelegt, sondern beispielsweise in ein dünnes Tuch eingeschlagen werden, um die Haut vor zu starker Kälteeinwirkung zu schützen.

Bei starken Schmerzen, deutlichen Schwellungen, Fehlstellungen oder wenn das Kind die betroffene Körperstelle nicht mehr normal bewegen oder belasten kann, sollte die Verletzung ärztlich abgeklärt werden.

7. Sonnenschutz

Bei Ausflügen im Freien gehört ein geeigneter Sonnenschutz in die Tasche – besonders dann, wenn Kinder längere Zeit draußen unterwegs sind. Ungeschützte Haut sollte mit einem für Kinder geeigneten Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.
Wichtig ist, ausreichend Sonnenschutzmittel aufzutragen und den Schutz regelmäßig zu erneuern – insbesondere nach dem Baden, Abtrocknen oder starkem Schwitzen.
Sonnencreme allein reicht jedoch nicht aus. Schatten, geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung sind ebenfalls wichtige Bestandteile eines guten Sonnenschutzes.

Mehr zum Thema Sonnenschutz und dazu, was Eltern tun können, wenn ihr Kind zu viel Sonne abbekommen hat, erfahrt ihr in unserem Beitrag:
„Hilfe, mein Kind hat zu viel Sonne abbekommen“

8. Notfallkarte mit wichtigen Kontaktdaten

Eine kleine Notfallkarte kann unterwegs hilfreich sein – besonders bei längeren Ausflügen, Reisen oder wenn Kinder mit anderen Betreuungspersonen unterwegs sind.
Sinnvolle Angaben können beispielsweise sein:

  • Notruf 112
  • Telefonnummer der Eltern oder anderer wichtiger Kontaktpersonen
  • Kontaktdaten der Kinderarztpraxis
  • zuständiger Giftnotruf
  • wichtige Informationen, die im Notfall bekannt sein sollten, beispielsweise zu regelmäßig benötigten Medikamenten oder relevanten Allergien

Die Karte sollte aktuell gehalten und leicht auffindbar in der Notfalltasche aufbewahrt werden. Wichtige Telefonnummern können zusätzlich im Smartphone gespeichert werden.

Auch zu Hause lohnt es sich, für kleinere Verletzungen und Erkrankungen gut vorbereitet zu sein. Was in eine sinnvolle Ausstattung gehört, zeigen wir in unserem Beitrag:
„Kinder-Hausapotheke“

9. Ausreichend Getränke und Proviant

Gerade bei längeren Ausflügen sollten ausreichend Getränke und etwas Proviant nicht fehlen. Kinder brauchen regelmäßig Flüssigkeit – bei warmem Wetter, körperlicher Aktivität oder längeren Touren entsprechend mehr.
Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßte Getränke. Kleine, gut transportierbare Snacks können zusätzlich helfen, unterwegs Pausen einzuplanen und neue Energie zu tanken.
Lebensmittel sollten in sauberen und gut verschlossenen Behältern transportiert und insbesondere bei warmen Temperaturen vor Verderb geschützt werden.

Wichtig: Regelmäßige Trink-, Essens- und Ruhepausen gehören genauso zur Vorbereitung eines Familienausflugs wie die Erste-Hilfe-Ausstattung.

10. Rettungsdecke

Eine Rettungsdecke braucht kaum Platz und gehört deshalb auch in eine Notfalltasche für unterwegs. Sie kann dabei helfen, ein verletztes oder erschöpftes Kind vor Auskühlung, Wind und Nässe zu schützen, während auf weitere Hilfe gewartet wird.
Die Rettungsdecke sollte das Kind locker umhüllen. Gesicht und Atemwege müssen dabei immer frei bleiben.
Gerade bei längeren Ausflügen, Wanderungen oder wechselhaftem Wetter ist sie eine einfache und sinnvolle Ergänzung der Erste-Hilfe-Ausstattung.

11. Verbandsschere

Eine kleine Verbandsschere erleichtert die Erste-Hilfe-Versorgung unterwegs. Mit ihr können beispielsweise Pflaster, Verbände oder Fixiermaterial passend zugeschnitten werden.
Verbandsscheren besitzen in der Regel eine abgerundete Spitze und sind dadurch für Erste-Hilfe-Situationen besser geeignet als eine gewöhnliche spitze Haushaltsschere.
Sie sollte sauber und griffbereit zusammen mit dem übrigen Verbandmaterial aufbewahrt werden.

Gut vorbereitet unterwegs mit Kindern

Eine gut zusammengestellte Notfalltasche braucht nicht viel Platz. Entscheidend ist, dass die wichtigsten Materialien vollständig, griffbereit und noch verwendbar sind. Deshalb lohnt es sich, den Inhalt regelmäßig zu kontrollieren und verbrauchte oder abgelaufene Produkte rechtzeitig zu ersetzen.
Die beste Notfalltasche kann jedoch eines nicht ersetzen: aufmerksame Begleitung, vorausschauendes Verhalten und grundlegendes Wissen über Erste Hilfe.
So vorbereitet können kleine und große Entdeckungstouren mit Kindern beginnen.

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Vielen Dank an unsere Pflasterpass® -Kursleiterin Sonja Michiels für die Erstellung des ursprünglichen Beitrags.
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