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Pflasterpass® -Gefahren von Schwimmringen bei (Klein)Kindern

In unserem letzten Beitrag haben wir uns mit Schwimmflügeln und möglichen Risiken bei ihrer Nutzung beschäftigt. Heute richten wir den Blick auf Schwimmringe und Schwimmreifen für Kinder.
Sie gehören für viele Familien zum Baden dazu. Doch gerade bei kleinen Kindern ist wichtig zu wissen: Ein Schwimmring ist kein zuverlässiger Schutz vor dem Ertrinken und ersetzt niemals die unmittelbare Aufsicht durch Erwachsene.

1. Schwimmringe sind in erster Linie Wasserspielzeug
Ob klassischer Schwimmreifen oder als Ente, Einhorn oder anderes Tier gestaltet: Aufblasbare Schwimmringe machen Kindern Spaß. Sie sollten jedoch nicht mit einer geeigneten Schwimmlern- oder Rettungshilfe verwechselt werden.
Bei einfachen Schwimmringen besteht insbesondere bei kleinen Kindern die Gefahr, dass sie durch die Öffnung des Rings hindurchrutschen. Das kann beispielsweise passieren, wenn ein Kind die Arme nach oben nimmt oder seine Position im Ring verändert.
Deshalb gilt: Ein Schwimmring macht ein Kind nicht schwimmsicher.

2. Schwimmsitze und Schwimmringe mit Sitzeinsatz
Neben einfachen Schwimmringen gibt es Modelle mit Sitz-, Hosen- oder Gurteinsätzen, die verhindern sollen, dass kleine Kinder durch den Ring hindurchrutschen.
Auch solche Produkte dürfen jedoch keine falsche Sicherheit vermitteln. Je nach Konstruktion und Bewegung des Kindes kann sich die Lage des Schwimmkörpers verändern oder der Ring kippen. Besonders kritisch wird es, wenn das Gesicht eines Kindes dadurch ins Wasser gerät und es seine Position nicht selbstständig korrigieren kann.

Deshalb:

  • Kinder in Schwimmringen oder Schwimmsitzen niemals unbeaufsichtigt lassen
  • immer unmittelbar beim Kind bleiben
  • sich nicht darauf verlassen, dass ein Schwimmkörper das Kind in einer sicheren Position hält
  • Schwimmringe und Schwimmsitze nicht als Ersatz für Schwimmenlernen oder geeignete Rettungsmittel betrachten

Entscheidend ist nicht nur, welchen Schwimmkörper ein Kind benutzt, sondern dass eine erwachsene Aufsichtsperson jederzeit unmittelbar eingreifen kann.

3. Worauf Eltern bei Kauf und Nutzung achten sollten
Wer einen Schwimmring, Schwimmsitz oder eine andere Auftriebshilfe für sein Kind kauft, sollte sich genau an den Alters-, Gewichts- und Nutzungsvorgaben des Herstellers orientieren.

Achtet insbesondere darauf:

  • dass das Produkt für Alter und Gewicht des Kindes vorgesehen ist
  • dass es unbeschädigt und vollständig funktionsfähig ist
  • dass Ventile, Verschlüsse und gegebenenfalls vorhandene Gurte vor jeder Nutzung kontrolliert werden
  • dass die Gebrauchs- und Sicherheitshinweise des Herstellers beachtet werden
  • dass das Kind mit dem Produkt niemals allein im oder am Wasser bleibt

4. Schwimmhilfe bedeutet nicht Schwimmsicherheit
Schwimmringe können Kindern Freude im Wasser bereiten. Entscheidend ist, dass Erwachsene ihre Funktion richtig einschätzen.
Kein aufblasbarer Schwimmring ersetzt die Fähigkeit, sicher zu schwimmen. Und keine Schwimmhilfe ersetzt die unmittelbare und aufmerksame Aufsicht eines Erwachsenen.
Gerade kleine Kinder sollten sich deshalb am und im Wasser nur so aufhalten, dass eine erwachsene Person direkt bei ihnen ist und jederzeit eingreifen kann.

Sicherheit bedeutet nicht, jedes Risiko zu vermeiden.

Kinder brauchen Bewegung, Herausforderungen und eigene Erfahrungen. Entscheidend ist, vermeidbare Gefahren zu reduzieren und ihnen gleichzeitig zu ermöglichen, Schritt für Schritt eigene Fähigkeiten zu entwickeln.

Genau hier setzt Pflasterpass® an: Kinder altersgerecht zu stärken und ihre Sicherheits-, Risiko- und Handlungskompetenz für den Alltag zu fördern.

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