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Vergiftung durch Medikamente und andere gefährliche Substanzen

Gerade kleine Kinder sind besonders gefährdet, denn Vergiftungen durch Medikamente und gefährliche Substanzen passieren, durch das große Interesse für alles in ihrer Umgebung: Tabletten (nennen Sie Tabletten niemals „Bonbons“!), Zigaretten oder bunt leuchtende Petroleumlampen. Aber auch Zimmerpflanzen, Blumenwasser, Blüten und Beeren im Garten werden in den Mund genommen und geschluckt. Eine Vergiftung erkennt man an ungewöhnlichem Verhalten wie Erregung, Störungen der Bewegung (unsicherer Gang, Greifen nach unsichtbaren Gegenständen), Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Speichelfluss. Alle diese Symptome sind schon Vergiftungserscheinungen und zwingen zu schnellem, aber ruhigen Handeln.

 

Was tun?

  •  Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
  • Öffnen Sie den Mund des Kindes und entfernen Sie alles, was sich im Mund befindet. Versuchen Sie festzustellen, was und wie viel das Kind geschluckt hat. Falls Sie Reste im Mund entfernt haben: in ein sauberes Taschentuch wickeln und zum Arzt/Krankenhaus mitnehmen.
  • Falls das Kind von selbst anfängt zu erbrechen, halten Sie die Atemwege frei.
  • Zeigt das Kind noch keine Anzeichen einer Vergiftung, rufen Sie den Giftnotruf an und sagen Sie, was das Kind geschluckt haben könnte
  • Zeigt das Kind bereits Anzeichen einer Vergiftung, fahren Sie sofort zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf. Nehmen Sie die Ursache der Vergiftung möglichst mit (Medikamente, Reiniger etc.).

 

Was nicht tun?

  • Niemals Erbrechen auslösen.
  • Keine Milch geben – Milch ist kein Gegengift!
  • Bei vielen Substanzen fördert Milch die Aufnahme des Giftes in den Körper, so dass Vergiftungserscheinungen schneller auftreten können.

Haftungsausschluss

Alle hier genannten Maßnahmen sind lediglich als Tipps zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Meinung oder Diagnose. Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keinerlei Haftung und empfiehlt in Zweifelsfällen oder dringenden Notfällen UNBEDINGT einen Arzt in Ihrer Nähe aufzusuchen!

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