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Verletzungen am Bauch bei Kindern

Verletzungen am Bauch können durch Stürze, Zusammenstöße oder stumpfe Gewalteinwirkung entstehen.
Typische Unfälle sind beispielsweise ein Sturz auf eine Tisch- oder Stuhlkante oder der Aufprall des Bauches auf den Lenker eines Fahrrads oder Tretrollers.

Das Tückische:
Nicht jede ernsthafte Bauchverletzung ist von außen sofort erkennbar.
Auch wenn zunächst keine offene Wunde und nur geringe Beschwerden zu sehen sind, können im Bauch Organe oder Blutgefäße verletzt worden sein.
Beschwerden können sich außerdem erst einige Zeit nach dem Unfall deutlich bemerkbar machen.

Deshalb sollten Bauchschmerzen oder auffällige Veränderungen des Kindes nach einem stärkeren Stoß oder Sturz auf den Bauch ernst genommen werden.

Mögliche Warnzeichen

Nach einer Bauchverletzung sollte besonders auf Veränderungen des Kindes geachtet werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • zunehmende oder starke Bauchschmerzen,
  • ein auffällig harter oder gespannter Bauch,
  • Übelkeit oder Erbrechen,
  • Blässe, Schwäche oder Schwindel,
  • kalte oder feuchte Haut,
  • ungewöhnliche Unruhe oder zunehmende Teilnahmslosigkeit,
  • Bewusstseinsstörungen,
  • sichtbare Verletzungen, Blutergüsse oder Schwellungen am Bauch.

Bei starken Beschwerden, Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder einer deutlichen Verschlechterung des Zustands sofort den Notruf 112 wählen.

Was tun?

  • Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
  • Nach Möglichkeit klären, wie der Unfall passiert ist und wann er stattgefunden hat. Dabei berücksichtigen, dass der Unfall möglicherweise bereits einige Zeit zurückliegt.
  • Das Kind hinlegen und unnötige Bewegungen vermeiden.
  • Das Kind die Position einnehmen lassen, in der es möglichst wenig Schmerzen hat.
  • Den Bauch auf sichtbare Verletzungen, Schwellungen oder Blutergüsse beobachten.
  • Das Kind nach einer stärkeren Gewalteinwirkung auf den Bauch aufmerksam beobachten – auch wenn es zunächst wieder normal wirkt.
  • Bei anhaltenden oder zunehmenden Bauchschmerzen, Erbrechen, einem auffällig gespannten Bauch oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden zeitnah ärztlich abklären lassen.
  • Bei starken Beschwerden, Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder einer deutlichen Verschlechterung sofort den Notruf 112 wählen.

Wichtig:
Eine Bauchverletzung kann äußerlich harmlos aussehen und dennoch innere Verletzungen verursacht haben.
Im Zweifel sollte das Kind ärztlich untersucht werden.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) weist ebenfalls darauf hin, dass unter anderem akut starke Bauchschmerzen, ein stark gewölbter oder eingezogener Bauch, Erbrechen, eine angespannte Bauchdecke oder auffällige Teilnahmslosigkeit eine dringende ärztliche Abklärung erfordern.

Ist das Kind bei dem Unfall nicht nur auf den Bauch, sondern auch auf den Kopf gestürzt, sollten zusätzlich mögliche Anzeichen einer Kopfverletzung beachtet werden.
Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Beitrag: „Hilfe, mein Kind ist auf den Kopf gefallen – hat es eine Gehirnerschütterung?“

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Dringende ärztliche Hilfe oder Notfall?

Wenn du außerhalb der Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigst und zum Beispiel nicht weißt, wo sich in deiner Nähe eine Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wähle für den allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst die Rufnummer 116 117. Diese Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal ob du vom Festnetz zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufst.

Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen deines Kindes ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

Haftungsausschluss

Haftungshinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch medizinisches Fachpersonal. Bei Unsicherheit über den Gesundheitszustand eines Kindes oder bei anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anderen akuten Notfällen gilt: Notruf 112.
Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen richtet sich immer nach der konkreten Notfallsituation.

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