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offene Wunden

Offene Wunden können in den verschiedensten Spielsituationen entstehen, aber auch zuhause besteht das Risiko, hinzufallen oder von Gegenständen getroffen zu werden.

  • Schürfwunden sehen oft gefährlicher aus als sie sind. Nur die oberste Hautschicht ist verletzt.
  • Schnittwunden haben glatte Ränder und bluten stärker. Das sieht zwar gefährlich aus, schwemmt aber die Keime besser aus.
  • Gefährlicher sind Schnittwunden, die durch Fleischmesser oder an fleischhaltigen Konservendosen entstehen, weil Fleisch viele Keime enthält.
  • Machen sie den behandelnden Arzt unbedingt darauf aufmerksam, wodurch die Verletzung entstanden ist.
  • Platzwunden, Quetschwunden und Risswunden sind die häufigsten Wund-Verletzungen.
  • Platzwunden am Kopf bluten zuerst stark, die Blutung hört aber oft nach kurzer Zeit von selbst auf.
  • Kratzwunden und Bisswunden stammen meist von Tieren oder anderen Kindern. Sie sind praktisch immer mit Keimen verschmutzt (auch wenn es nicht so aussieht) und müssen besonders sorgfältig behandelt werden.

 

Was tun?

  •  Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
  • Wichtig: Immer möglichst sauber arbeiten!
  • Stillen Sie die Blutung. Die meisten Blutungen werden nach kurzer Zeit von selbst schwächer oder hören ganz auf. Kalte, feuchte Tücher (z.B. Waschlappen mit kaltem Wasser) fördern die Blutstillung und kleben nicht an der Wunde fest.
  • Wenn das Blut spritzt oder pulsiert: Erst die Wunde sauber abdecken (z.B. Verbandmaterial, sauberes Handtuch), dann einenDruckverband anlegen.
  • Versuchen Sie zur Information des Arztes zu schätzen, wie viel Blut das Kind verloren hat (Wie viel Blut war auf dem Boden? Wie viele Handtücher waren blutdurchtränkt?)

 

Bei nicht stark blutenden Wunden:

  • Reinigung mit Wund-Desinfektionsmittel (es gibt mittlerweile zahlreiche Produkte, die nicht brennen!).
  • Decken Sie jede Wunde sauber ab (Verband, sauberes Handtuch). So wird die Wunde vor Keimen geschützt und das Kind hat weniger Schmerzen.
  • Vermeiden Sie unnötige Bewegungen des verletzten Körperteils.
  • Fahren Sie zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.
  • Wichtig: Impfbuch mitnehmen, u.a. wegen des Tetanusschutzes!
  • Bei Tierbiss oder Tierkratzwunden: Impfbuch des Tieres einpacken (Tollwutschutz?)

 

Was NICHT tun bei Wunden?

  • Bei jeder Wunde muss vermieden werden, dass Keime in die Wunde eindringen. Sprechen Sie nicht über eine Wunde gebeugt, betasten oder berühren Sie sie nicht unnötig!

Haftungsausschluss

Alle hier genannten Maßnahmen sind lediglich als Tipps zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Meinung oder Diagnose. Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keinerlei Haftung und empfiehlt in Zweifelsfällen oder dringenden Notfällen UNBEDINGT einen Arzt in Ihrer Nähe aufzusuchen!

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