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Kopfverletzungen

Als Kopfverletzungen gelten die Gehirnverletzung, die schlimmste Folge eines Sturzes oder Schlages auf den Kopf, sowie die Gehirnerschütterung, die häufigste Verletzung nach Sturz oder Schlag.

Die betroffenen Kinder sind einen kurzen Moment (wenige Sekunden bis höchstens 10 Minuten) bewusstlos, erwachen und können sich nicht an den Unfall erinnern. Sie wirken müde oder benommen, klagen über Kopfschmerzen. Oftmals erbrechen sie nach ca. 30 Minuten bis 1 Stunde mehrfach.

Bleibt ein Kind nach einem Sturz längere Zeit bewusstlos, wirkt es verändert (merkwürdig, anders als sonst) oder hört es womöglich sogar auf zu atmen, liegt höchstwahrscheinlich eine schwere Verletzung vor. Ertasten Sie am Kopf eine „schwappende“ Beule, besteht Verdacht auf einen Schädelbruch. Es ist im ersten Moment sehr schwierig, eine weniger schwere von einer ernsten Kopfverletzung zu unterscheiden.

 

Was tun?

  • Bei Herz- und Atemstillstand sofort mit Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzmassage beginnen und den Notruf rufen.
  • Lagern Sie das Kind flach, am besten auf dem Boden. Tragen Sie es nicht unnötig umher, auch nicht, um es bequemer hinzulegen.
  • Bei Bewusstlosigkeit auf die Uhr sehen, um die Zeitdauer genau festzuhalten. Durch die Aufregung erscheinen Sekunden wie Minuten.
  • Bei wachem Kind Bewusstsein prüfen. Stellen Sie einfache Fragen, die dem Alter des Kindes angemessen sind, wie: „Hier ist deine Mami, erkennst du mich“, „Wo ist dein Bruder“, „Möchtest du dein Kuscheltier haben?“ Beobachten Sie das Kind genau, während es antwortet. Reagiert es so, wie Sie es kennen oder finden Sie sein Verhalten ungewöhnlich?
  • Schauen Sie dem Kind in die Augen. Beobachten Sie, ob beide Pupillen gleich groß sind.
  • Sprechen Sie ruhig mit dem Kind über vertraute Dinge (erzählen Sie z.B. eine Lieblingsgeschichte), lassen Sie es nicht einschlafen.
  • Falls das Kind anfängt zu erbrechen, halten Sie die Atemwege frei.
  • Fahren Sie sofort zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.
  • Ist das Kind schläfrig und dämmert vor sich hin oder lässt sich eine Blutung aus einer Kopfplatzwunde nicht stillen, fahren Sie nicht selbst, sondern rufen Sie immer den Notruf an!

Haftungsausschluss

Alle hier genannten Maßnahmen sind lediglich als Tipps zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Meinung oder Diagnose. Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keinerlei Haftung und empfiehlt in Zweifelsfällen oder dringenden Notfällen UNBEDINGT einen Arzt in Ihrer Nähe aufzusuchen!

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