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Schock

Schock bei Kindern und Erwachsenen – erkennen und richtig handeln

Ein Schock ist ein ernster und potenziell lebensbedrohlicher Zustand, bei dem lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt werden.
Auslöser können beispielsweise starke Blutungen, schwere Verletzungen, Verbrennungen oder andere akute Erkrankungen sein.

Gerade nach einem Unfall können die ersten Anzeichen unterschiedlich ausgeprägt sein.
Deshalb ist es wichtig, Veränderungen aufmerksam wahrzunehmen und bei Verdacht auf einen Schock schnell zu handeln.

Woran kann man einen Schock erkennen?

Mögliche Anzeichen sind:

  • blasse Haut
  • kalte oder schweißnasse Haut
  • Frieren oder Zittern
  • Unruhe, Angst oder Nervosität
  • zunehmende Schwäche
  • im weiteren Verlauf Teilnahmslosigkeit oder Bewusstlosigkeit

Nicht alle Anzeichen müssen gleichzeitig auftreten. Der Zustand einer betroffenen Person kann sich außerdem schnell verändern.

Bei Kindern besonders aufmerksam beobachten

Kinder reagieren in Notfallsituationen häufig anders als Erwachsene. Deshalb sollte nicht nur auf einzelne Symptome geachtet werden, sondern besonders darauf, ob sich das Verhalten oder der Allgemeinzustand des Kindes auffällig verändert.

Das Kind ruhig ansprechen, Blick- und Körperkontakt herstellen und beobachten, ob es altersgerecht reagiert.
Ruhe und eine vertraute Ansprache können gerade bei Kindern helfen, zusätzliche Angst und Aufregung zu reduzieren.

Was tun bei Verdacht auf einen Schock?

  • Notruf 112 wählen.
  • Die Ursache des Schocks soweit möglich versorgen. Bei einer starken äußeren Blutung muss beispielsweise die Blutung gestillt werden.
  • Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, sollte sie hingelegt werden. Bei geeigneter Situation können die Beine erhöht gelagert werden.
  • Verletzte oder erkrankte Personen möglichst wenig und nur so viel wie notwendig bewegen.
  • Die Person zudecken und vor Auskühlung schützen.
  • Für Ruhe sorgen und die betroffene Person beruhigen und betreuen.
  • Bewusstsein und Atmung regelmäßig kontrollieren.
  • Die Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht allein lassen.

Bei Bewusstlosigkeit

Ist die betroffene Person bewusstlos, atmet aber normal, muss sie in die (stabile) Seitenlage gebracht werden.
Anschließend die Atmung regelmäßig kontrollieren und die Person zudecken.

Ist keine normale Atmung vorhanden, muss unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden.

Bei starken Blutungen schnell handeln

Starke Blutungen können zu einem Schock führen und müssen deshalb möglichst schnell gestillt werden.
Direkter Druck auf die Wunde und – sofern an der betroffenen Körperstelle möglich – ein Druckverband können helfen, die Blutung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu kontrollieren.

Ruhe und schnelles Handeln können entscheidend sein

Ein Schock ist für Ersthelfende nicht immer eindeutig zu erkennen.
Deshalb gilt:
Nach einem schweren Unfall, einer starken Blutung oder bei einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes nicht abwarten.

Den Notruf 112 wählen, die betroffene Person betreuen, warm halten und Bewusstsein und Atmung beobachten.
Gerade bei Kindern hilft eine ruhige und vertraute Ansprache dabei, zusätzliche Angst zu vermeiden.

Wer die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen kennt, kann in einer Notfallsituation schneller reagieren und wertvolle Hilfe leisten.

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Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen deines Kindes ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

Haftungsausschluss

Haftungshinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch medizinisches Fachpersonal. Bei Unsicherheit über den Gesundheitszustand eines Kindes oder bei anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anderen akuten Notfällen gilt: Notruf 112.
Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen richtet sich immer nach der konkreten Notfallsituation.

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