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Fremdkörper in Nase oder Ohr
Kleine Kinder entdecken ihre Umgebung mit großer Neugier.
Dabei kann es passieren, dass sie sich beim Spielen kleine Gegenstände wie Perlen, Papierkügelchen, Steinchen oder kleine Spielzeugteile in die Nase oder ins Ohr stecken.
Nicht immer wird dies sofort bemerkt.
Ein Fremdkörper in der Nase kann sich beispielsweise durch eine einseitig behinderte Nasenatmung, Nasenbluten oder ungewöhnlichen bzw. übel riechenden Ausfluss aus einem Nasenloch bemerkbar machen.
Bei einem Fremdkörper im Ohr können Schmerzen, vermindertes Hörvermögen oder Ausfluss aus dem Gehörgang auftreten.
Diese Symptome werden auch vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen beschrieben.
Wichtig ist vor allem:
Nicht mit Pinzette, Wattestäbchen oder anderen Gegenständen in Nase oder Ohr herumprobieren.
Dadurch kann der Fremdkörper tiefer hineingeschoben werden oder es können zusätzliche Verletzungen entstehen.
Was tun?
- Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
- Wenn möglich herausfinden, welcher Gegenstand in Nase oder Ohr gelangt ist.
- Nicht mit Pinzette, Wattestäbchen oder anderen Hilfsmitteln versuchen, einen tiefer sitzenden Fremdkörper selbst zu entfernen.
- Nicht im Gehörgang oder in der Nase „herumstochern“.
- Lässt sich ein Fremdkörper nicht problemlos entfernen oder sitzt er tiefer, sollte er ärztlich mit geeigneten Instrumenten entfernt werden.
- Bei Schmerzen, Blutungen, Hörproblemen, auffälligem Ausfluss oder anderen Beschwerden sollte das Kind ebenfalls ärztlich untersucht werden.
Besondere Vorsicht bei Knopfzellen und Batterien
Besteht der Verdacht, dass sich eine Knopfzelle oder Batterie in Nase oder Ohr befindet, sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Knopfzellen können durch chemische und elektrische Reaktionen innerhalb kurzer Zeit schwere Gewebeschäden verursachen.
Auch bei einem scharfen oder spitzen Gegenstand sollte nicht versucht werden, diesen selbst zu entfernen.
Bei starken Blutungen, schweren Verletzungen, Bewusstseinsstörungen oder anderen akut bedrohlichen Symptomen den Notruf 112 wählen.
Vorbeugen
Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern sollten kleine Gegenstände außerhalb ihrer Reichweite aufbewahrt werden.
Dazu gehören unter anderem Perlen, Münzen, Knöpfe, kleine Spielzeugteile und insbesondere Knopfzellen.
Bei Spielzeug lohnt sich ein Blick auf die Altersangaben und mögliche verschluckbare oder ablösbare Kleinteile.
Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen weist darauf hin, dass insbesondere Kinder unter drei Jahren dazu neigen, Kleinteile in Körperöffnungen zu stecken.
Pflasterpass®-Tipp
Kinder können Risiken durch kleine Gegenstände noch nicht zuverlässig einschätzen.
Deshalb gehört zur Unfallprävention nicht nur, gefährliche Kleinteile außer Reichweite aufzubewahren, sondern Kindern mit zunehmendem Alter auch verständlich zu erklären, warum Gegenstände nicht in Nase, Ohr oder Mund gehören.
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Gefahren frühzeitig zu erkennen und im Notfall besonnen zu handeln, hilft dabei, Kinder im Alltag sicher zu begleiten.
Dringende ärztliche Hilfe oder Notfall?
Wenn du außerhalb der Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigst und zum Beispiel nicht weißt, wo sich in deiner Nähe eine Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wähle für den allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst die Rufnummer 116 117. Diese Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal ob du vom Festnetz zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufst.
Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen deines Kindes ist sofort der Notruf 112 zu wählen.
Haftungsausschluss
Haftungshinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch medizinisches Fachpersonal. Bei Unsicherheit über den Gesundheitszustand eines Kindes oder bei anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anderen akuten Notfällen gilt: Notruf 112.
Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen richtet sich immer nach der konkreten Notfallsituation.
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