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Insektenstichte bei Kindern
Insektenstiche kommen bei Kindern häufig vor.
Bienen, Wespen und Mücken können an der Einstichstelle Schmerzen, Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen verursachen.
In den meisten Fällen sind diese Reaktionen unangenehm, aber harmlos.
Besondere Aufmerksamkeit ist jedoch erforderlich, wenn die Schwellung ungewöhnlich stark wird, Beschwerden außerhalb der Einstichstelle auftreten oder das Kind im Bereich von Mund, Zunge oder Rachen gestochen wurde.
Allergische Reaktion nach einem Insektenstich
Das Gift von Bienen oder Wespen kann bei manchen Menschen eine schwere allergische Reaktion auslösen.
Diese kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.
Mögliche Warnzeichen sind:
- starke oder rasch zunehmende Schwellungen,
- Quaddeln oder Hautreaktionen an anderen Körperstellen,
- Übelkeit oder Erbrechen,
- Schwindel oder Kreislaufprobleme,
- Atem- oder Schluckbeschwerden,
- Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit.
Bei Atemnot, Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder anderen Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sofort den Notruf 112 wählen!
Ist bei einer bekannten Insektengiftallergie ein ärztlich verordnetes Notfallmedikament vorhanden, sollte dieses entsprechend der ärztlichen Anweisung angewendet werden.
Was tun bei einem Bienenstich?
Bei einem Bienenstich kann der Stachel in der Haut zurückbleiben.
- Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
- Ist der Stachel noch sichtbar, sollte er möglichst rasch entfernt werden.
- Die Einstichstelle anschließend vorsichtig kühlen.
- Kühlpacks niemals direkt auf die Haut legen, sondern in ein Tuch einschlagen.
- Das Kind beobachten und auf ungewöhnlich starke Schwellungen oder Anzeichen einer allergischen Reaktion achten.
Was tun bei einem Wespenstich?
Bei einem Wespenstich bleibt normalerweise kein Stachel in der Haut zurück.
- Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
- Die Einstichstelle vorsichtig kühlen, beispielsweise mit einem sauberen, feuchten Tuch oder einem in ein Tuch eingeschlagenen Kühlpack.
- Bei stärkerer Schwellung kann es hilfreich sein, den Rand der Rötung zu markieren, um eine weitere Ausbreitung beobachten zu können.
- Das Kind auf Anzeichen einer allergischen Reaktion beobachten.
Insektenstich im Mund- oder Rachenraum
Ein Stich im Bereich von Mund, Zunge oder Rachen kann besonders gefährlich sein. Durch eine zunehmende Schwellung können die Atemwege eingeengt werden.
Deshalb sofort den Notruf 112 wählen!
Bis der Rettungsdienst eintrifft:
- Das Kind beruhigen und nicht allein lassen.
- Wenn möglich Eis oder Eiswürfel lutschen lassen.
- Den Hals von außen mit kalten Umschlägen oder einem in ein Tuch eingeschlagenen Kühlpack kühlen.
- Atmung und Bewusstsein beobachten.
Diese Vorgehensweise entspricht auch den aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsportals.
Zeckenstich bei Kindern
Zecken gehören zwar biologisch nicht zu den Insekten, werden im Alltag aber häufig gemeinsam mit Insektenstichen behandelt.
Sie können Krankheitserreger wie Borrelien oder das FSME-Virus übertragen.
Nach Aufenthalten im Freien – insbesondere in hohem Gras, Gebüsch oder Wald – sollte die Haut von Kindern sorgfältig nach Zecken abgesucht werden.
Bei Kindern können sich Zecken beispielsweise auch am Haaransatz oder auf der Kopfhaut befinden.
Wird eine Zecke entdeckt:
- Die Zecke möglichst zeitnah entfernen.
- Dazu eine geeignete Pinzette oder ein spezielles Zeckenentfernungsinstrument verwenden.
- Die Zecke möglichst hautnah fassen und langsam herausziehen.
- Die Zecke vorher nicht mit Öl, Klebstoff oder anderen Substanzen behandeln.
- Die Einstichstelle anschließend beobachten.
- Datum und Körperstelle des Zeckenstichs notieren.
Bleiben Teile der Zecke in der Haut zurück, entzündet sich die Stelle oder treten später auffällige Hautveränderungen oder andere Beschwerden auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) steht eine Schutzimpfung zur Verfügung.
Ob diese für ein Kind empfohlen wird, hängt unter anderem vom Aufenthaltsgebiet und dem individuellen Expositionsrisiko ab.
Wichtig:
Bei Insektenstichen gilt: Das Kind beobachten.
Eine normale örtliche Rötung oder Schwellung ist etwas anderes als eine Reaktion, die den gesamten Körper betrifft.
Bei Atemnot, Bewusstseinsstörungen, Kreislaufproblemen oder einer raschen Verschlechterung sofort den Notruf 112 wählen.
Weitere Informationen zu Insektenstichen und möglichen allergischen Reaktionen bei Kindern bietet auch kindergesundheit-info.de.
Informationen zu FSME, Risikogebieten, Zeckenstichen und Schutzimpfung stellt das Robert Koch-Institut (RKI) bereit.
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Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen deines Kindes ist sofort der Notruf 112 zu wählen.
Haftungsausschluss
Haftungshinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch medizinisches Fachpersonal. Bei Unsicherheit über den Gesundheitszustand eines Kindes oder bei anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anderen akuten Notfällen gilt: Notruf 112.
Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen richtet sich immer nach der konkreten Notfallsituation.
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