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Kopfverletzungen bei Kindern

Beim Spielen, Toben, Klettern oder Fahrradfahren kann es schnell passieren: Ein Kind stürzt und schlägt mit dem Kopf auf.
Häufig bleibt es bei einer Beule oder einer oberflächlichen Verletzung.
Ein stärkerer Aufprall kann jedoch auch zu einer Gehirnerschütterung oder einer schwereren Kopf- beziehungsweise Gehirnverletzung führen.

Gerade bei Kindern ist unmittelbar nach einem Unfall nicht immer sicher einzuschätzen, wie schwer eine Kopfverletzung tatsächlich ist.
Deshalb ist es wichtig, das Kind aufmerksam zu beobachten und Veränderungen seines Zustands ernst zu nehmen.

Anzeichen einer Kopfverletzung erkennen

Nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf können unterschiedliche Beschwerden auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
  • Benommenheit oder ungewöhnliche Müdigkeit
  • Erinnerungslücken rund um den Unfall
  • auffälliges oder ungewohntes Verhalten
  • Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit
  • Krampfanfälle

Nicht jedes Kind zeigt dieselben Symptome. Beschwerden können zudem unmittelbar nach dem Unfall oder erst im weiteren Verlauf auffallen.
Verschlechtert sich der Zustand des Kindes oder treten deutliche neurologische Auffälligkeiten auf, muss die Situation medizinisch abgeklärt werden.

Was tun bei einer Kopfverletzung?

Nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf gilt zunächst: Ruhe bewahren und das Kind aufmerksam beobachten.

  • Das Kind ansprechen und prüfen, ob es wach ist und altersgerecht reagiert.
  • Fragen, was passiert ist und wo es Schmerzen hat. Bei jüngeren Kindern besonders auf Veränderungen im Verhalten achten.
  • Das Kind möglichst ruhig halten und nicht unnötig bewegen.
  • Sichtbare Wunden versorgen und Blutungen mit einer sterilen Wundauflage abdecken.
  • Zeitpunkt und Ablauf des Unfalls sowie auftretende Veränderungen merken beziehungsweise notieren.
  • Das Kind nicht allein lassen und seinen Zustand weiter beobachten.

Wann muss der Notruf 112 gewählt werden?

Sofort den Notruf 112 wählen, wenn das Kind beispielsweise:

  • bewusstlos ist oder nicht normal reagiert,
  • Probleme mit der Atmung hat,
  • einen Krampfanfall entwickelt,
  • deutliche neurologische Auffälligkeiten zeigt,
  • sich sein Zustand erkennbar verschlechtert
  • oder eine schwere Kopfverletzung vermutet wird.

Ist ein Kind bewusstlos, atmet aber normal, muss die Atmung weiter überwacht und das Kind entsprechend den Erste-Hilfe-Grundsätzen versorgt werden.

Atmet das Kind nicht normal, muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen und der Rettungsdienst 112 alarmiert werden.

Nach einer Kopfverletzung aufmerksam bleiben

Auch wenn ein Kind nach einem Sturz zunächst wieder munter erscheint, sollte sein Zustand weiter beobachtet werden.
Treten später Beschwerden wie zunehmende Kopfschmerzen, wiederholtes Erbrechen, auffällige Müdigkeit, Verwirrtheit oder andere deutliche Veränderungen auf, sollte unverzüglich medizinischer Rat eingeholt werden.
Bei Unsicherheit über die Schwere einer Kopfverletzung ist es sinnvoll, das Kind ärztlich untersuchen zu lassen.

Wissen schafft Handlungssicherheit

Stürze gehören zum Aufwachsen dazu. Kinder laufen, klettern, fahren Fahrrad, probieren Neues aus – und manchmal geht dabei etwas schief.
Entscheidend ist deshalb nicht, jedes Risiko vermeiden zu wollen, sondern im entscheidenden Moment zu wissen, worauf man achten und wie man richtig reagieren kann.

Wer Warnzeichen kennt, sein Kind aufmerksam beobachtet und im Notfall schnell handelt, kann dazu beitragen, dass eine ernsthafte Kopfverletzung frühzeitig erkannt und fachgerecht versorgt wird.

Wissen kann Leben retten.

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Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen deines Kindes ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

Haftungsausschluss

Haftungshinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch medizinisches Fachpersonal. Bei Unsicherheit über den Gesundheitszustand eines Kindes oder bei anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anderen akuten Notfällen gilt: Notruf 112.
Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen richtet sich immer nach der konkreten Notfallsituation.

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