Verbrühungen

Verbrühungen entstehen durch heiße Flüssigkeit oder das Berühren heißer Gegenstände. Vor allem Kleinkinder wollen ihre Umgebung erforschen, ziehen Tassen mit heißen Getränken vom Tisch, Töpfe mit brodelnder Flüssigkeit vom Herd, greifen nach Bügeleisen oder Wasserkocher, der heißen Herdplatte oder glühenden Holzkohlen.

 

Was tun?

  • Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.
  • Ziehen Sie das Kind sofort aus und stellen es in die Badewanne.
  • Duschen Sie die verbrühten Körperregionen mit kühlem Wasser (ca. 20° C) ab.
  • Kühlen Sie die verbrühten Körperregionen unter fließendem Wasser mindestens 20 Minuten lang.
  • Wickeln Sie das Kind in saubere Tücher (z.B frische Handtücher) oder in eine Rettungsfolie aus dem Verbandkasten (die goldene Seite zum Kind) oder legen Sie bei kleineren Verletzungen Verbände an.
  • Fahren Sie zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.
  • Wichtig: Impfbuch mitnehmen, u.a. wegen Tetanusschutz!
  • Beachten Sie die Reihenfolge der Maßnahmen. Sie verhindern ein „Nachbrennen“ (= Fortdauer der Hitzewirkung im Gewebe) und begrenzen das Verletzungsausmaß.

 

Was NICHT tun bei Verbrühungen?

  • Geben Sie dem Kind nichts zu essen oder zu trinken.
  • Brandsalben, Brandbinden, Öl verhindern den Sauerstoffzutritt zur geschädigten Haut, halten die Hitze im Gewebe fest, ermöglichen ein „Nachbrennen“, verschlimmern die Verbrühung.
  • Mehl oder Puder verkleben die Wunden, müssen erst mühsam – für das Kind schmerzhaft – aus den Wunden gewaschen werden.
  • Zahnpasta, Heilpflanzenöl, Tigerbalm verkleben die Wunden, verursachen zusätzliche Verätzungen.
  • Salzwasser brennt in den frischen Wunden, fügt dem Kind unnötige Schmerzen zu.
  • Eis oder Eiswasser kühlen im ersten Moment gut, der Schmerz scheint zu verschwinden, aber: es kommt zu einer stärkeren Durchblutung der betroffenen Stelle, die Schmerzen werden viel schlimmer. Bei zu starker Kühlung der verletzten Haut kann zusätzlich ein Kälteschaden auftreten.

Haftungsausschluss

Alle hier genannten Maßnahmen sind lediglich als Tipps zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Meinung oder Diagnose. Die Pflasterpass gGmbH übernimmt keinerlei Haftung und empfiehlt in Zweifelsfällen oder dringenden Notfällen UNBEDINGT einen Arzt in Ihrer Nähe aufzusuchen!

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Die Pflasterpass gGmbH verfügt über ein Netzwerk von über 40 Standorten in ganz Deutschland, mit mehr als 50 zertifizierten Pflasterpass®-Kursleiter*innen, die schon über  20.000 Kinder, im Alter von 4-8 Jahren ausgebildet haben. Wenn also ein Standort in ihrer Nähe ist, sind wir in der Lage, in Kitas und Grundschulen diese Präsenzkurse „…..auch du kannst das!“  durchzuführen oder dem päd. Fachpersonal / Lehrer*in bei der Umsetzung beratend zur Seite zu stehen.

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