FSME – Achtet auf Zecken, wenn ihr in der Natur seid!
Zecken können Krankheitserreger übertragen – darunter auch Viren, die die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können. Besonders wenn Kinder draußen spielen, durch hohes Gras laufen oder mit der Familie in Wald und Natur unterwegs sind, lohnt es sich deshalb, das Thema Zeckenschutz im Blick zu behalten.
In Deutschland gibt es Regionen, die vom Robert Koch-Institut (RKI) als FSME-Risikogebiete ausgewiesen werden. Wir erklären, was FSME ist, wie ihr euch und eure Kinder vor Zecken schützen könnt und worauf ihr nach einem Aufenthalt im Freien achten solltet.
1. Welche Gebiete sind besonders betroffen?
FSME kommt in Deutschland regional unterschiedlich häufig vor. Die vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen FSME-Risikogebiete liegen vor allem in Süddeutschland, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg. Risikogebiete gibt es aber auch in weiteren Bundesländern.
Da die Einstufung der FSME-Risikogebiete regelmäßig aktualisiert wird, solltet ihr euch vor Reisen oder längeren Aufenthalten in der Natur über die aktuelle Situation informieren. Eine Übersicht der derzeit ausgewiesenen Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut.
2. Was ist FSME und wie schützt man sich?
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Virusinfektion, die durch den Stich infizierter Zecken übertragen werden kann. Bei einem Teil der Erkrankten kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks kommen.
Gegen FSME steht eine Schutzimpfung zur Verfügung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie insbesondere für Menschen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Ob eine Impfung für euch oder euer Kind sinnvoll ist, könnt ihr mit eurer Kinder- oder Hausarztpraxis besprechen.
3. So schützt man sich vor Zecken
Auch unabhängig von FSME ist es sinnvoll, Zeckenstiche möglichst zu vermeiden:
- Geschlossene und möglichst lange Kleidung tragen: Besonders bei Aufenthalten in hohem Gras, Gebüsch oder Wald erschwert sie Zecken den Zugang zur Haut.
- Geeignete Zeckenschutzmittel verwenden: Achtet bei Kindern darauf, dass das verwendete Mittel für das jeweilige Alter geeignet ist, und beachtet die Anwendungshinweise.
- Körper und Kleidung absuchen: Nach einem Aufenthalt im Freien solltet ihr euch und eure Kinder gründlich nach Zecken absuchen. Besonders aufmerksam solltet ihr Hautfalten, Kniekehlen, Achselhöhlen, Leistenbereich, Hals und Kopf kontrollieren.
- Zecken möglichst schnell entfernen: Hat sich eine Zecke festgesetzt, sollte sie möglichst früh mit einem geeigneten Hilfsmittel hautnah gefasst und langsam herausgezogen werden. Anschließend die Einstichstelle beobachten.
4. Was ist bei Kindern zu beachten?
Kinder spielen häufig dort, wo auch Zecken vorkommen können – beispielsweise auf Wiesen, an Waldrändern, in Gebüschen oder im hohen Gras. Deshalb gehört der Zeckencheck nach einem Tag draußen am besten ganz selbstverständlich dazu.
- Kinder nach dem Spielen gründlich absuchen: Achtet besonders auf Kopf und Haaransatz, hinter den Ohren, am Hals, unter den Armen, in den Kniekehlen und im Leistenbereich.
- Zecken frühzeitig entfernen: Entdeckt ihr eine festgesaugte Zecke, sollte sie möglichst schnell und sachgerecht entfernt werden.
- Einstichstelle beobachten: Achtet in den folgenden Tagen und Wochen auf auffällige Hautveränderungen oder Beschwerden.
- FSME-Impfung besprechen: Haltet ihr euch mit euren Kindern häufig in einem FSME-Risikogebiet auf, könnt ihr euch in der Kinderarztpraxis zur FSME-Impfung beraten lassen.
Treten nach einem Zeckenstich gesundheitliche Beschwerden oder auffällige Hautveränderungen auf, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
Fazit:
Draußen spielen, Wälder entdecken und gemeinsam die Natur erleben gehört für Kinder einfach dazu. Zecken sollten euch davon nicht abhalten.
Mit geeigneter Kleidung, einem gründlichen Zeckencheck und dem Wissen, was nach einem Zeckenstich zu tun ist, könnt ihr das Risiko deutlich reduzieren.
Genießt die Zeit draußen – und macht den Zeckencheck danach einfach zu einem festen kleinen Familienritual.
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